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BlackRock plant zwei tokenisierte Geldmarktfonds für Stablecoin-Investoren

BlackRock plant zwei tokenisierte Geldmarktfonds für Stablecoin-Investoren

BlackRock bereitet die Einführung von zwei tokenisierten Geldmarktfonds vor, die speziell für Stablecoin-Investoren konzipiert sind. Dies ist der jüngste Vorstoß des Vermögensverwalters in den Bereich digitaler Vermögenswerte. Die Fonds würden es Inhabern von Stablecoins – Kryptowährungen, die an eine Fiat-Währung wie den US-Dollar gekoppelt sind – ermöglichen, Rendite zu erzielen, ohne das Blockchain-Ökosystem zu verlassen.

Was tokenisierte Geldmarktfonds bieten

Tokenisierte Geldmarktfonds sind traditionelle kurzfristige Schuldtitel, die als Blockchain-Token neu verpackt werden. Anleger können sie auf dezentralen Plattformen kaufen und verkaufen, wobei die Abwicklung in Minuten statt Tagen erfolgt. Für Stablecoin-Inhaber bedeutet dies eine Möglichkeit, ungenutzte Token in einem risikoarmen Vehikel zu parken, das den Wert eines Dollars abbildet – ähnlich wie ein herkömmlicher Geldmarktfonds in der Bankenwelt.

BlackRock nennt die Fonds noch nicht namentlich. Der Schritt signalisiert jedoch, dass der weltgrößte Vermögensverwalter eine Nachfrage von krypto-nativen Institutionen und Protokollen sieht, die Milliarden in Stablecoins halten und eine regulierte Renditeoption wünschen. Derzeit verlassen sich viele Stablecoin-Investoren auf dezentrale Finanzierungspools (DeFi) oder halten ihre Token einfach uninvestiert.

Warum Stablecoin-Investoren eine neue Option brauchen

Stablecoins wie USDT und USDC werden häufig für den Handel und Zahlungen verwendet, aber ihre Emittenten geben keine Zinsen an die Inhaber weiter. Das hinterlässt einen Pool von rund 150 Milliarden US-Dollar an Stablecoin-Angebot, das nichts einbringt – oder sich auf DeFi-Plattformen verlässt, die Smart-Contract-Risiken und Ertragsschwankungen bergen.

Ein BlackRock-eigener Geldmarktfonds, der auf einer öffentlichen Blockchain tokenisiert ist, könnte eine vertraute, regulierte Alternative bieten. Die Fonds würden wahrscheinlich in US-Staatsanleihen, Rückkaufvereinbarungen und andere zahlungsmitteläquivalente Vermögenswerte investieren. Für institutionelle Krypto-Unternehmen – wie Börsen, Verwahrstellen und Market Maker – bedeutet dies ein Bilanzinstrument, das gemäß den Rechnungslegungsvorschriften als Zahlungsmitteläquivalent gilt.

BlackRocks wachsender Krypto-Fußabdruck

Dies ist nicht BlackRocks erster Krypto-Schritt. Das Unternehmen betreibt bereits einen Spot-Bitcoin-ETF, den iShares Bitcoin Trust, und hat einen Ether-ETF beantragt. Die Tokenisierung von Geldmarktfonds erweitert seine Reichweite tiefer in die Infrastrukturschicht – die Schienen, die traditionelle Finanzen mit Blockchain-Abwicklungen verbinden.

Andere Akteure haben ähnliche Produkte getestet. Franklin Templeton hat 2021 einen tokenisierten Geldmarktfonds eingeführt, und mehrere Startups bieten tokenisierte US-Staatsanleihen an. Aber BlackRocks schiere Größe – 10 Billionen US-Dollar an verwalteten Vermögen – könnte dem Konzept eine breite Legitimität verleihen und andere große Fondsmanager unter Druck setzen, nachzuziehen.

BlackRock hat keinen Starttermin für die beiden Fonds bekannt gegeben. Für ein Angebot an US-Investoren sind behördliche Genehmigungen erforderlich; tokenisierte Wertpapiere unterliegen weiterhin den bestehenden Wertpapiergesetzen. Das Unternehmen arbeitet wahrscheinlich auch mit Blockchain-Infrastrukturanbietern zusammen, um sicherzustellen, dass die Token auf großen dezentralen Börsen und Verwahrplattformen gehandelt werden können.

Eine offene Frage: ob die Fonds für private Stablecoin-Nutzer verfügbar sein werden oder auf akkreditierte Anleger und Institutionen beschränkt bleiben. Dieses Detail wird bestimmen, wie schnell das Produkt an Zugkraft gewinnt – und ob es zu einem Standardwerkzeug für die Krypto-Wirtschaft wird.