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Mysteriöser 1,289-Milliarden-Dollar-Bitcoin-ETF-Blockhandel löst Preissturz und Liquiditätsängste aus

Mysteriöser 1,289-Milliarden-Dollar-Bitcoin-ETF-Blockhandel löst Preissturz und Liquiditätsängste aus

Ein unbekannter Akteur hat am Dienstagmorgen BlackRocks Bitcoin-Spot-ETF im Wert von 1,289 Milliarden Dollar über einen Dark Pool verkauft, was den Bitcoin-Kurs auf fast 75.000 Dollar drückte und einen ohnehin wegen konzentrierter Liquidität angespannten Markt erschütterte. Der Blockhandel, der um 10:30 Uhr am 26. Mai ausgeführt wurde, umfasste 29 Millionen Anteile von IBIT – ein Volumen, das alle anderen Trades des Tages in den Schatten stellte, so ETF-Analyst Eric Balchunas.

Der Blockhandel

Die Identität des Verkäufers bleibt unbekannt. Der Handel erfolgte über einen Dark Pool – eine private Börse, an der große Order platziert werden können, ohne den breiteren Markt vor der Ausführung zu informieren. Doch die Größe des Verkaufs, rund 1,289 Milliarden Dollar, ließ sich nicht verbergen. Balchunas wies darauf hin, dass die 29 Millionen Anteile mehr als alle anderen IBIT-Trades am Dienstag zusammen ausmachten. Es kursieren bereits Gerüchte, dass der Abfluss einen neuen Tagesrekord für einen Bitcoin-ETF aufstellen könnte, offizielle Daten haben dies jedoch noch nicht bestätigt.

Was Händler sahen

Die Charts zeigen, dass der Bitcoin-Kurs genau in dem Moment nach unten drehte, als der Blockhandel ausgeführt wurde. Der Tagesrückgang betrug etwa 2 %, was für sich genommen nicht katastrophal ist. Aber die Geschwindigkeit der Bewegung und die schiere Dollar-Menge dahinter erregten die Aufmerksamkeit der Händler. In einer Minute tickte der Markt noch vor sich hin, in der nächsten war eine milliardenschwere Verkaufsorder eingetroffen – in einer einzigen Charge.

Das Ereignis verdeutlicht eine Gefahr, die lauert, während große Institutionen und Unternehmenskassen in Bitcoin einsteigen: das Risiko konzentrierter Liquidität. Wenn ein Akteur eine massive Position hält – und sich entscheidet, über einen Blockhandel auszusteigen – treffen die Welleneffekte alle anderen. Dark Pools sollen die Auswirkungen abfedern, aber ein so großer Trade schwappt dennoch in den öffentlichen Markt über. Da nun mehr als ein Dutzend Spot-ETFs gehandelt werden und Unternehmen wie MicroStrategy über enorme Bitcoin-Schätze verfügen, ist der Markt zunehmend anfällig für punktuelle Schocks. Die Episode vom Dienstag erinnert daran, dass selbst ein kleiner prozentualer Rückgang bei einem großen Block den Basiswert in einer Weise bewegen kann, die Privatanleger vielleicht nicht erwarten.

Die unbeantwortete Frage: Wer hat verkauft und warum? Bis dies bekannt ist, wird der Markt weiterhin rätseln, ob es sich um ein einmaliges Liquiditätsereignis oder ein Signal für etwas Größeres handelt.