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DOJ und CFTC untersuchen 2,6 Milliarden Dollar an Öl-Futures-Transaktionen im Zusammenhang mit Iran-Nachrichten

DOJ und CFTC untersuchen 2,6 Milliarden Dollar an Öl-Futures-Transaktionen im Zusammenhang mit Iran-Nachrichten

Bundesermittler untersuchen Öl-Future-Transaktionen im Wert von mehr als 2,6 Milliarden Dollar, die kurz vor öffentlichen Äußerungen von Präsident Donald Trump und Irans Außenminister getätigt wurden, durch die der Rohölpreis beeinflusst wurde. Das Justizministerium und die Commodity Futures Trading Commission prüfen gemeinsam, ob die Transaktionen auf nicht öffentlichen Informationen zur US-iranischen Politik basierten.

Umfang und Ausmaß der Untersuchung

Der Gesamtwert der unter die Lupe genommenen Future-Positionen übersteigt 2,6 Milliarden Dollar, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Diese Summe – selbst nach Maßstäben des Ölmarktes beträchtlich – hat Aufmerksamkeit erregt, aufgrund des Musters der Transaktionen. Sie wurden in den Tagen und Stunden vor Ankündigungen von Trump und Irans Außenminister Abbas Araghchi getätigt, die die Erwartungen an das Ölangebot direkt beeinflussten.

Ermittler versuchen festzustellen, wer die Transaktionen initiiert hat und ob die dahinterstehenden Personen im Voraus über die Äußerungen informiert waren. Die CFTC behandelt in der Regel Fälle von Marktmanipulation; die Beteiligung des DOJ deutet auf mögliche Strafanzeigen hin, falls illegaler Insiderhandel nachgewiesen wird.

Warum das Timing entscheidend ist

Die Transaktionen konzentrierten sich um spezifische Ereignisse. Trumps öffentliche Äußerungen zu Sanktionen gegen den Iran und Araghchis Kommentare zur Ölförderung beeinflussten beide die Preise. Das DOJ und die CFTC möchten wissen, ob die Händler auf wesentliche, nicht öffentliche Informationen reagierten – ein Verstoß gegen das Warenterminrecht.

Bisher wurden keine Anklagen erhoben, und die Ermittlungen befinden sich noch in einem frühen Stadium. Die Behörden überprüfen Handelsaufzeichnungen, Kommunikationsdaten und Kontoinhaberinformationen.

Öl-Futures sind ein globaler Markt, doch die Untersuchung konzentriert sich auf in US-Märkten ausgeführte Transaktionen oder solche, die US-Personen betreffen. Dies gibt den Aufsichtsbehörden die Zuständigkeit, selbst wenn die Händler im Ausland ansässig sind.

Was für die Händler auf dem Spiel steht

Falls Staatsanwälte Beweise für Insiderhandel finden, könnten die Beteiligten mit zivilrechtlichen Geldstrafen und strafrechtlichen Sanktionen konfrontiert werden. Die CFTC hat in der Vergangenheit ähnliche Fälle verfolgt, doch eine gemeinsame DOJ-CFTC-Untersuchung in diesem Umfang ist seltener.

Die 2,6-Milliarden-Dollar-Summe fällt auf. Die meisten Insiderhandelsfälle im Warenterminhandel betreffen weitaus geringere Beträge. Die Höhe deutet darauf hin, dass entweder mehrere Händler koordiniert handelten oder ein einzelnes Unternehmen sehr riskante Wetten platzierte.

Weder das DOJ noch die CFTC haben zur Untersuchung Stellung bezogen. Das Weiße Haus und das iranische Außenministerium haben auf Anfragen zu den Ermittlungen nicht geantwortet.

Die ungeklärte Frage

Ermittler haben bisher die Quelle einer mutmaßlichen undichten Stelle nicht identifiziert – vorausgesetzt, eine solche gab es. Die Untersuchung wird voraussichtlich erweitert, um Kommunikation zwischen den Händlern und Personen, die Zugang zu den Iran-Plänen der Trump-Administration oder zu Araghchis internen Leitlinien hatten, einzubeziehen. Eine Anhörung oder formelle Anklage könnte in den nächsten Monaten erfolgen, obwohl der Zeitplan unklar ist.