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Kioxia-Einbruch vernichtet 185 Milliarden Dollar – Nikkei führt asiatischen Technologie-Ausverkauf an

Kioxia-Einbruch vernichtet 185 Milliarden Dollar – Nikkei führt asiatischen Technologie-Ausverkauf an

Der Nikkei 225 ist am Freitag um bis zu 4,4 % eingebrochen und hat damit einen breiten Ausverkauf asiatischer Technologieaktien angeführt, der rund 30 Billionen Yen (185 Milliarden Dollar) an Marktwert vernichtete. Der Chip-Ausrüster Advantest und der Technologieinvestor SoftBank verloren jeweils etwa 9 %, während Taiwans Taiex um 4 % nachgab, da TSMC trotz eines Rekordquartalsgewinns um über 3 % fiel. Der Index schloss bei 63.896,48 Punkten.

Boom-Bust-Zyklus fordert Chip-Aktien

Yugo Tsuboi, Chefstratege bei Daiwa Securities, erklärte, dass der Chip-Sektor anfällig für Boom-Bust-Zyklen sei. Er verwies auf die zunehmende Prüfung chinesischer Speicherchip-Hersteller und Anzeichen einer Stabilisierung der globalen Speicherpreise als Faktoren für den Kursrutsch. Der Ausverkauf beschleunigte sich, nachdem ein Wall-Street-Index für Chip-Aktien am Donnerstag um mehr als 4 % eingebrochen war, wobei Bedenken hinsichtlich der KI-Ausgaben von TSMC eine solide Gewinnprognose überschatteten. Händler haben sich aus hochbewerteten Chip-Werten in Sektoren zurückgezogen, die zurückgeblieben waren.

Bain-Capital-Ausstieg als Top-Signal gewertet

Kioxia stürzte am Freitag um fast 16 % ab und verlängerte damit einen Kursverfall, der innerhalb eines Monats 44 % des Wertes vernichtet hatte. Die Aktie war seit Januar um über 600 % gestiegen und hatte Mitte Juni kurzzeitig Toyota überholt, um das wertvollste Unternehmen Japans zu werden, ist aber seitdem auf den vierten Platz zurückgefallen. Letzte Woche stieg Bain Capital vollständig aus seiner Position bei Kioxia aus. Anleger werteten dies als Signal, dass der Chip-Zyklus seinen Höhepunkt erreicht hat. Kioxia wurde 2024 an die Börse gebracht und war bis zur Umkehr in diesem Monat der beste Performer im MSCI World Index.

Kleinanleger leiden unter gehebelten Positionen

Japanische Privatanleger halten stark gehebelte Positionen in Kioxia, was die Aktie anfällig macht, falls sich der Ausverkauf beschleunigt. Der Nikkei hat in drei Wochen Billionen Yen an Wert verloren. Analysten prognostizieren für Kioxia in den nächsten 12 Monaten immer noch eine Rendite von rund 118 %, aber die kurzfristigen Aussichten sind düster. Die Neugewichtung des Topix-Index im Oktober wird voraussichtlich frische passive Mittelzuflüsse in Kioxia bringen, was etwas Unterstützung bieten könnte.

Der Abwärtstrend zeigt vorerst keine Anzeichen einer Umkehr. Die massive Rallye der Aktie von Januar bis Juni beruhte auf KI-Hype und der Nachfrage nach Speicherchips, aber der Ausstieg von Bain Capital und die globale Rotation aus dem Technologiesektor haben diese Gewinne zunichtegemacht. Die Topix-Neugewichtung im Oktober könnte zwar etwas passives Kaufinteresse bringen, doch die ungelöste Frage bleibt, ob die Verkäufe der Privatanleger – und der breitere Technologie-Ausverkauf – Kioxia bis dahin weiter unter Druck setzen werden.