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OpenAI gab vor dem Börsengang 34 Milliarden Dollar für Forschung, Entwicklung und Marketing aus

OpenAI gab vor dem Börsengang 34 Milliarden Dollar für Forschung, Entwicklung und Marketing aus

OpenAI hat im Vorfeld seines Börsengangs 34 Milliarden Dollar in Forschung, Entwicklung, Vertrieb und Marketing gesteckt – eine Summe, die die enormen Kosten der Führungsrolle im Wettlauf um künstliche Intelligenz unterstreicht. Die Ausgaben, die in den im Rahmen des IPO-Prozesses eingereichten Unterlagen offengelegt wurden, decken alles ab, von der Einstellung führender KI-Forscher bis hin zum Aufbau einer globalen Vertriebsmannschaft, die die Technologie in die Budgets von Unternehmen bringen soll.

Die 34-Milliarden-Dollar-Investition vor dem Börsengang

Der Großteil der Ausgaben floss in Forschung und Entwicklung – das Entwerfen und Trainieren immer größerer Modelle, die Beschaffung der erforderlichen Rechenleistung und die Bezahlung der Datensätze, die diese Modelle trainieren. Ein kleinerer, aber dennoch bedeutender Teil finanzierte Vertriebs- und Marketingteams, die Unternehmen davon überzeugen sollen, für ChatGPT Enterprise und andere Abonnementprodukte zu zahlen.

Diese 34 Milliarden Dollar bringen die Ausgaben von OpenAI auf eine Stufe mit den jährlichen F&E-Budgets der weltweit größten Technologieunternehmen. Sie signalisieren auch, dass das Unternehmen erwartet, mit dem Börsengang genügend Geld einzunehmen, um die Kosten zu rechtfertigen – oder dass es keine andere Wahl hatte, als aggressiv auszugeben, um Konkurrenten wie Google, Meta und einer Welle gut finanzierter Start-ups die Stirn zu bieten.

Was die Ausgaben abdecken

Die Unterlagen unterteilen die 34 Milliarden Dollar in drei Hauptkategorien. Der größte Brocken entfällt auf die Kosten für das Training und den Betrieb von KI-Modellen in großem Maßstab. Dazu gehören Cloud-Computing-Verträge mit Microsoft, das Milliarden in OpenAI investiert hat, sowie die Gehälter von Ingenieuren und Forschern, die Millionenvergütungen erhalten.

Die zweite Kategorie ist Vertrieb und Marketing. OpenAI hat in den letzten zwei Jahren Hunderte von Vertriebsmitarbeitern eingestellt und Teams aufgebaut, die auf die Fortune-500-Unternehmen abzielen. Das Unternehmen hat auch Werbekampagnen für sein Verbraucherprodukt ChatGPT geschaltet, was die Akzeptanz vorangetrieben, aber auch die Geldverbrennungsrate erhöht hat.

Die dritte Kategorie umfasst Verwaltungskosten und Anwaltsgebühren. Patente, regulatorische Auflagen und Lobbyarbeit in den USA und Europa verschlingen ebenfalls Barmittel. OpenAI verfügt über ein Team, das sich auf KI-Sicherheitspolitik konzentriert, und hat Anwaltskanzleien in mehreren Rechtsräumen beauftragt, um Fragen zu Kartellrecht und Urheberrecht zu klären.

Marktkontext

Die 34-Milliarden-Dollar-Ausgaben vor dem Börsengang erfolgen zu einer Zeit, in der OpenAI zunehmend unter Druck steht, zu zeigen, dass es seine technische Führung in stetige Gewinne umwandeln kann. Das Unternehmen wurde auf privaten Sekundärmärkten mit rund 80 Milliarden Dollar bewertet, aber der Börsengang wird zeigen, ob öffentliche Anleger diese Zahlen akzeptieren, wenn sie das vollständige Bild der Ausgaben sehen.

Die Konkurrenz hat aufgepasst. Google und Meta haben jeweils große Sprachmodelle veröffentlicht, die GPT-4 in einigen Benchmarks ebenbürtig sind, und Open-Source-Alternativen verbessern sich weiter. Die Ausgabenspirale von OpenAI ist teilweise eine Wette darauf, dass derjenige, der zuerst und am größten ist, Kunden binden kann, bevor andere die Funktionen oder Preise erreichen.

Was als Nächstes für den Börsengang ansteht

Das Datum des Börsengangs wurde noch nicht bekannt gegeben, obwohl der Einreichungsprozess läuft. Investoren werden die 34-Milliarden-Dollar-Zahl als Zeichen für künftige Rentabilität genau unter die Lupe nehmen – oder als Beleg dafür, dass der KI-Wettlauf jahrzehntelange hohe Investitionen erfordert, bevor die Margen steigen können. OpenAI hat nicht bekannt gegeben, wie viel es voraussichtlich einnehmen wird oder zu welcher Bewertung.

Die Ausgaben werfen auch eine Frage auf, die das Unternehmen auf der Roadshow beantworten muss: Wie viel von diesen 34 Milliarden Dollar war notwendig, um ein dauerhaftes Geschäft aufzubauen, und wie viel wurde ausgegeben, um Marktanteile zu erobern, die verschwinden könnten, wenn ein billigerer Konkurrent auftaucht?