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SEC schlägt halbjährliche Berichterstattung vor – ein Gewinn für Krypto-Firmen wie MicroStrategy und Coinbase

SEC schlägt halbjährliche Berichterstattung vor – ein Gewinn für Krypto-Firmen wie MicroStrategy und Coinbase

Die US-Börsenaufsicht SEC hat am Dienstag Regeln vorgeschlagen, die es börsennotierten Unternehmen erlauben würden, zweimal statt viermal im Jahr Bericht zu erstatten. Nach dem Plan können Unternehmen auf ein neues halbjährliches Formular 10-S umsteigen, das das vierteljährliche Formular 10-Q ersetzt. Für Krypto-Schwergewichte wie MicroStrategy und Coinbase könnte dies erhebliche Einsparungen bei Prüfungs- und Überprüfungskosten bedeuten.

Warum die SEC jetzt gehandelt hat

Der Vorschlag folgt auf eine Petition der Long-Term Stock Exchange, die argumentierte, dass die Erstellung einer einzigen vierteljährlichen Einreichung über 1.000 Stunden und 100.000 US-Dollar kosten kann – und das pro Zyklus. In der Petition zitierte wissenschaftliche Arbeiten ergaben, dass die obligatorische Quartalsberichterstattung den Wert kleiner Unternehmen um etwa 5 % mindert – was auf einen potenziellen Vorteil für Unternehmen hindeutet, die darauf verzichten. SEC-Vorsitzender Paul Atkins erklärte, die Märkte würden sich durch freiwillige Aktualisierungen weitgehend selbst korrigieren. Die Starrheit der derzeitigen Regeln, so argumentierte er, verhindere, dass Unternehmen und Anleger die richtige Berichtsfrequenz finden.

Das Kostenargument

Es ist nicht schwer zu verstehen, warum Krypto-Firmen aufmerksam sind. MicroStrategy und Coinbase tragen jedes Quartal erhebliche Prüfungs- und Überprüfungskosten. Im neuen Rahmenwerk würden sie das Formular 10-S innerhalb von 40 bis 45 Tagen nach Abschluss des ersten Halbjahres einreichen, abhängig vom Einreicherstatus. Das ist eine Einreichung statt zwei pro Halbjahr. Der Nachteil? Weniger häufige Offenlegung könnte zu dünnerer Analystenabdeckung, geringeren Handelsvolumina und größeren Geld-Brief-Spannen führen. Anlegerschützer verweisen auf die Umstellung Europas auf halbjährliche Berichterstattung, wo die Verurteilungen wegen Insiderhandels zugenommen haben.

Die Bedenken der Anleger

Nicht alle sind an Bord. Anlegerschützer warnen, dass Unternehmen mit halbjährlicher Berichterstattung weniger Aufmerksamkeit von Analysten und eine geringere Liquidität erfahren könnten. Sie weisen auch auf das Risiko von Insiderhandel hin. Die Erfahrung Europas mit halbjährlicher Berichterstattung zeigte mehr Verurteilungen – nicht weniger. Der Vorschlag der SEC sieht eine 60-tägige öffentliche Kommentierungsfrist vor, nachdem er im Federal Register veröffentlicht wurde. Dieses Zeitfenster gibt beiden Seiten die Möglichkeit, ihre Argumente vorzubringen.

Was als Nächstes kommt

Die Kommentierungsfrist hat noch nicht einmal begonnen. Sobald der Vorschlag im Federal Register erscheint, läuft die Uhr 60 Tage. Danach entscheidet die SEC, ob sie die Regel endgültig verabschiedet, anpasst oder fallen lässt. Für MicroStrategy und Coinbase sind die Einsätze klar: weniger Papierkram, aber mehr Kritik von Gegnern, die sagen, dass weniger häufige Berichterstattung den Märkten schadet. Der nächste Schritt der Behörde wird frühestens im Spätsommer erfolgen.