Arthur Hayes, der ehemalige BitMEX-CEO und nunmehrige Makrokommentator, sagt, dass der Bitcoin-Bullmarkt am 28. Februar 2024 begann – dem Tag, an dem die USA den Iran angriffen – und prognostiziert einen Anstieg auf 126.000 US-Dollar. In einem neuen Beitrag, der diese Woche veröffentlicht wurde, legte Hayes drei sich überlappende makroökonomische Faktoren dar, die seiner Ansicht nach den Preis nach oben treiben werden: Ausgaben für KI-Infrastruktur, die als nationale Sicherheitspriorität dargestellt werden, anhaltende militärische Eskalation und eine globale Abkehr von Just-in-Time-Lieferketten, die die Liquidität ausweiten. Zudem nannte er drei spezifische Altcoins, auf die er setzt.
Warum Hayes 90.000 US-Dollar als Schlüssellevel ansieht
Hayes setzte 60.000 US-Dollar als jüngstes Bitcoin-Tief an und identifizierte 90.000 US-Dollar als den Preis, bei dem die Rallye sich verstärken könnte. Seine Begründung: Covered-Call-Schreiber haben um dieses Niveau herum Absicherungen verkauft, und wenn der Preis durchbricht, werden sie gezwungen sein, zurückzukaufen, was den Auftrieb verstärkt. Er gab keinen genauen Zeitrahmen an, doch das Ziel von 126.000 US-Dollar liegt deutlich über dem aktuellen Handelsbereich.
Die drei makroökonomischen Trends hinter der Prognose
Hayes verweist auf Ausgaben für KI-Infrastruktur, die seiner Ansicht nach zu einer nationalen Sicherheitspriorität für die USA und China geworden sind. Diese Ausgaben seien strukturell inflatorisch – er führt das Jevons-Paradoxon (preiswertere Intelligenz führt zu einem höheren Rechenleistungsverbrauch) und den Red-Queen-Effekt (Konkurrenten müssen weiterhin ausgeben, um im Rennen zu bleiben) an. Der zweite Faktor: die militärische Eskalation, insbesondere der US-Iran-Konflikt, den er als Start einer neuen politischen Ära für die Geldschöpfung bezeichnet. Dritter Punkt: die Auflösung von Just-in-Time-Lieferketten, die Dollar- und Yuan-Liquidität ausweitet, während Regierungen auf Resilienz umstellen.
Warum KI-Ausgaben strukturell inflatorisch sind
Hayes argumentiert, dass KI-Investitionen nicht leicht nachlassen werden. Er erwartet, dass die Liquiditätsausweitung fortgesetzt wird, bis eines von zwei Dingen eintritt: Die Märkte lehnen ein bedeutendes KI-Finanzierungsereignis ab, oder die Rhetorik des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2028 wendet sich gegen KI-getriebene Inflation. Bis dahin dürften Zentralbanken und Finanzministerien die Ausgaben nach seiner Sicht weiterhin unterstützen.
Hayes' Altcoin-Empfehlungen: HYPE, ZEC, NEAR
Hayes empfahl drei konkrete Krypto-Investments: Hyperliquid (HYPE), Zcash (ZEC) und NEAR. Er beschrieb NEARs Konzept als Kombination aus Privatsphäre und dem Protokoll-Intents-Mechanismus, um Cashflows zu generieren. Für die Altcoins wurden keine konkreten Preisziele genannt, doch die Auswahl spiegelt seine Überzeugung wider, dass das makroökonomische Umfeld bestimmte Nischenplayes begünstigt.
Die echte Bewährungsprobe für Hayes' These: Ob KI-Finanzierungen von den Märkten weiterhin ohne Widerstand aufgenommen werden oder ob sich die politische Stimmung im Wahlkampfzyklus 2028 verschiebt. Vorerst setzt er auf mehr Liquidität, nicht weniger.




