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Bitcoin-Optionsmarkt signalisiert zunehmende Absicherung nach unten, da Gamma-Risiko unter 78.000 USD aufbaut

Bitcoin-Optionsmarkt signalisiert zunehmende Absicherung nach unten, da Gamma-Risiko unter 78.000 USD aufbaut

Bitcoin fiel diese Woche nach einer Zurückweisung nahe der jüngsten Bereichshochs wieder unter 78.000 USD, und der Optionsmarkt zeigt erste defensive Anzeichen. Daten von Glassnode zeigen komprimierte kurzfristige Volatilitätserwartungen, erhöhte Put-Nachfrage und ein großes Short-Gamma-Cluster knapp unter dem Kassakurs, das jede weitere Schwäche beschleunigen könnte. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung wurde BTC bei 76.744 USD gehandelt.

Volatilitätskompression und Skew-Verschiebung

Die einwöchige implizite Volatilität ist von 39 % zu Wochenbeginn auf rund 31 % gefallen. Auch die längerfristige implizite Volatilität gab leicht nach. Der 25-Delta-Skew bleibt fest im Put-Bereich, nachdem BTC nahe 82.000 USD abgewiesen wurde – er erreichte kurzzeitig 24 %, bevor er nachließ. Der Skew-Index-Verhältnis zeigt, dass die meisten Laufzeiten Puts teurer als Calls bewerten. Die Ausnahme ist die sechsmonatige Laufzeit, die tatsächlich eine Call-Prämie aufweist, was darauf hindeutet, dass einige Händler bereit sind, für längerfristigen Aufwärtsschutz mehr zu zahlen.

Die Gamma-Falle unter dem Kassakurs

Das auffälligste Detail ist ein großes Short-Gamma-Cluster nahe 75.000 USD. Glassnode schätzt, dass sich unterhalb des aktuellen Niveaus ein negatives Gamma-Exposure von rund 3,2 Milliarden USD befindet. Das bedeutet, dass Market Maker bei einer Annäherung an diese Zone mehr verkaufen müssten, um abzusichern, was die Bewegung möglicherweise beschleunigen würde. Oberhalb des Kassakurses könnten positive Gamma-Cluster bei 78.000 USD und 80.000 USD als Widerstand wirken – und den Kurs bei einem Erholungsversuch wieder nach unten drücken. Dieser Boden ist noch nicht gefestigt.

Defensive Handelsmuster

In der vergangenen Woche entfielen auf Put-Käufe 25 % der Gesamtprämie, derselbe Anteil wie auf Call-Käufe. Call-Verkäufe machten jedoch 25,7 % der Flüsse aus – ein Zeichen dafür, dass Händler eher bereit sind, Aufwärtspotenzial zu verkaufen als zu kaufen. Glassnode fasst es als defensive Haltung zusammen: Die kurzfristige implizite Volatilität komprimiert sich weiter, die Volatilitätsspanne weitet sich aus, und der Skew tendiert zu Puts. Nur die sechsmonatige Laufzeit zeigt eine Call-Prämie, und diese ist dünn.

Was zu beachten ist

Die einmonatige realisierte Volatilität ist auf etwa 27 % gefallen, während die einmonatige implizite Volatilität näher bei 35 % liegt. Diese Lücke – die Volatilitätsrisikoprämie – bewegt sich nahe den jüngsten Höchstständen. Händler zahlen mehr für Optionen im Verhältnis zu den tatsächlichen Kursschwankungen. Sollte der Kassakurs in die Short-Gamma-Zone bei 75.000 USD abrutschen, könnte die Optionsstruktur aus einem routinemäßigen Rückgang etwas Schärferes machen. Vorerst wartet der Markt ab, ob BTC über 76.500 USD bleiben kann oder ob die nächste Bewegung in Richtung der 75.000-USD-Marke geht.