Strategy hält nun 848.000 BTC – etwas mehr als 4 % des gesamten Bitcoin-Angebots – Stand 4. Oktober. Das Unternehmen kaufte weitere 334 BTC für etwa 28,7 Millionen US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 85.838,80 US-Dollar pro Coin und erwarb im letzten Berichtszeitraum rund 176,3 Millionen US-Dollar seiner STRC-Vorzugsaktien zurück.
Das Unternehmen verzeichnete im dritten Quartal 2026 einen Gewinn von 21 Milliarden US-Dollar aus seinen digitalen Vermögenswerten. Bitcoin wurde bei etwa 86.000 US-Dollar gehandelt, ein Plus von mehr als 4 % über sieben Tage und mehr als 8 % über 30 Tage, obwohl der Kurs im Jahresvergleich immer noch um 30 % gefallen ist.
Woher das Bitcoin-Geld tatsächlich kam
Die neueste Einreichung zeigt, dass 15,7 Millionen US-Dollar Nettoerlöse aus dem Verkauf von MSTR-Stammaktien in Bitcoin flossen, zusammen mit einer Entnahme von 13 Millionen US-Dollar aus USD-Barmitteln. Das ist ein bescheidener Kauf, und die Herkunft ist bemerkenswert: Ein Teil davon stammte aus den eigenen Barreserven des Unternehmens, nicht nur aus frischem Eigenkapital.
Zum 4. Oktober beliefen sich die USD-Vermögenswerte von Strategy auf 5,7 Milliarden US-Dollar. Der Großteil davon – 4,88 Milliarden US-Dollar – befindet sich in einer USD-Reserve, die für Vorzugsdividenden und Schuldzinsen vorgesehen ist. Weitere 833,4 Millionen US-Dollar sind allgemeine Barmittel, einschließlich Geldern für Bitcoin-Käufe.
Der Kauf Ende September war größer: 1.665 BTC für rund 142,8 Millionen US-Dollar.
Die Erholung von STRC hat die Finanzierungsfrage nicht gelöst
STRC war wieder auf etwa 99,40 US-Dollar gestiegen, nachdem es im Sommer auf rund 75 US-Dollar gefallen war. Das Instrument hat einen Nominalwert von 8,93 Milliarden US-Dollar, eine variable Dividende von 12 % und eine effektive Rendite von 12,07 %.
Peter Schiff führte den Anstieg von Bitcoin über 80.000 US-Dollar auf verbessertes Vertrauen und mögliche Short-Eindeckungen zurück. Er argumentierte jedoch, dass die Erholung von STRC nicht die Fähigkeit von Strategy wiederhergestellt habe, Geld durch die Ausgabe neuer STRC zu beschaffen. Das ist der Kern seiner Warnung: Die Vorzugsaktie leistet nicht mehr die Finanzierungsarbeit wie früher.
Schiff stellte auch infrage, ob der Finanzierungsmix von Strategy größere Bitcoin-Käufe aufrechterhalten kann, wenn Technologieaktien zurückgehen, und warnte, dass der Bitcoin-Preis in diesem Szenario umkehren könnte.
Das makroökonomische Umfeld, das Schiff beobachtet
Sein Ausblick hängt mit fallenden Anleihekursen, schwachen Inflations- und Beschäftigungssignalen sowie Öl nahe 91 US-Dollar pro Barrel zusammen. Die Ölzahl folgt einem G7-Versprechen, 100 Millionen Barrel aus strategischen Reserven freizugeben.
Es ist ein gemischtes Bild. Der 30-Tage-Gewinn von Bitcoin ist real, aber der Jahresrückgang von 30 % bedeutet, dass die durchschnittlichen Anschaffungskosten des Unternehmens auf rollierender Basis unter Wasser liegen, selbst mit dem Q3-Gewinn in den Büchern.
Der nächste konkrete Prüfpunkt sind die Vorzugsdividendenverpflichtungen von Strategy und ob STRC zu einer Rendite ausgegeben werden kann, die der Markt absorbieren wird. Die Reserve von 4,88 Milliarden US-Dollar des Unternehmens deckt diese Zahlungen vorerst ab. Die offene Frage ist, ob Stammaktienverkäufe und Barabhebungen das Bitcoin-Kaufprogramm weiter tragen oder ob die STRC-Ausgabe zuerst wieder in Gang kommen muss.
Schiffs Warnung hängt von einem Rückgang der Technologieaktien ab, der noch nicht eingetreten ist. Sollte er eintreten, wird der Finanzierungsmix öffentlich auf die Probe gestellt.




