Loading market data...

KI-Handelsfirma löst nach 19% Markpreissturz in Korea Liquidationen in Höhe von 60 Mio. USD aus

KI-Handelsfirma löst nach 19% Markpreissturz in Korea Liquidationen in Höhe von 60 Mio. USD aus

Ein einzelner Vorhandel in Südkorea ließ den Markpreis eines Kryptowerts diese Woche um 19 % einbrechen und löste Liquidationen in Höhe von rund 60 Millionen USD auf mehreren Börsen aus. Das Unternehmen hinter der KI-gesteuerten Handelsstrategie bestätigte, dass es alle Verluste aus dem Vorfall decken werde, bestand jedoch darauf, dass sein Oracle-System genau wie vorgesehen funktioniert habe.

Der Handel und der Sturz

Der Vorfall ereignete sich während der Vorhandelsstunden an einer koreanischen Börse. Ein großer Auftrag einer automatisierten Handelsfirma führte dazu, dass der Markpreis – eine Referenz, die von Derivatenplattformen zur Berechnung von Liquidationen verwendet wird – stark fiel. Die Bewegung von 19 % reichte aus, um gehebelte Positionen auf mehreren Plattformen zu liquidieren und Long-Positionen auszulöschen, bevor sich der Markt stabilisieren konnte.

Reaktion des Unternehmens

Das für den Handel verantwortliche Unternehmen gab eine Erklärung ab, dass es alle betroffenen Nutzer entschädigen werde. Es nannte weder die genaue Anzahl der betroffenen Konten noch die Gesamtauszahlungssumme über die 60 Millionen USD hinaus. Das Unternehmen verteidigte auch sein Oracle, das Preisdaten an die Börsen liefert, und bezeichnete dessen Leistung als „genau wie vorgesehen“. Diese Formulierung hat bei Händlern Kritik hervorgerufen, die argumentieren, dass ein System, das einen einzelnen Handel einen 19%igen Ausschlag auslösen lässt, selbst ein Risikofaktor sei.

Oracle-Debatte

Orakel sollen auch unter ungewöhnlichen Marktbedingungen zuverlässige Preise liefern. Die Behauptung des Unternehmens, dass auf seiner Seite nichts schiefgelaufen sei, wirft Fragen auf, wie die Börsen ihre Marktpreisbänder und Liquidationsschwellen festlegen. Wenn ein einzelner Auftrag den Referenzpreis um fast ein Fünftel bewegen kann, sind die Sicherheitsmargen möglicherweise zu dünn – oder die Liquidität zu gering. Wie auch immer, die Verluste in Höhe von 60 Millionen USD muss nun das Unternehmen decken, nicht die Nutzer.

Was als Nächstes kommt

Die betroffenen Börsen werden voraussichtlich ihre Regeln für den Vorhandel und die Methoden zur Berechnung des Marktpreises überprüfen. Die KI-Handelsfirma hat nicht mitgeteilt, ob sie ihre eigenen Algorithmen anpassen oder die Auftragsgrößen in Zeiten geringer Liquidität begrenzen wird. Vorerst hat das Versprechen, die Verluste zu decken, die unmittelbaren Auswirkungen eingedämmt, aber der Vorfall hat eine bekannte Debatte neu entfacht: Wie viel Automatisierung sollte erlaubt sein, wenn der Markt dünn ist?