Ein chinesischer Öltanker ist diese Woche im Roten Meer umgekehrt, nachdem er Drohungen von Huthi-Kräften erhalten hatte – ein deutliches Zeichen für die Gefahr in einer der verkehrsreichsten Schifffahrtsrouten der Welt. Die Bab-el-Mandeb-Straße, eine schmale Passage, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet, ist seit dem 30. September de facto geschlossen, so ein Prognosemarkt, der die Wahrscheinlichkeit einer Schließung auf 21,5 % beziffert.
Die Drohung, die den Tanker zur Umkehr bewegte
Das von einem chinesischen Unternehmen betriebene Schiff war auf dem Weg zur Straße, als es die Drohungen erhielt. Es versuchte nicht, die Passage zu durchqueren. Stattdessen kehrte es um und entfernte sich von dem Gebiet. Die Huthi-Gruppe, die Teile des Jemen kontrolliert, hat Schiffe im Roten Meer ins Visier genommen, und die Besatzung des Tankers entschied sich, die Reise nicht zu riskieren.
Das neue Risiko der Straße
Der Prognosemarkt, der Wetten auf geopolitische Ereignisse bündelt, gibt eine Wahrscheinlichkeit von 21,5 % an, dass die Bab-el-Mandeb-Straße de facto geschlossen ist. Das bedeutet, dass Händler von etwa einer von fünf Chancen ausgehen, dass die Meerenge aufgrund von Drohungen unpassierbar ist. Die Straße ist ein kritischer Engpass für Öl- und Frachtschiffe zwischen Asien und Europa. Ihre Schließung würde Schockwellen durch die globalen Lieferketten senden, aber die Kehrtwende des Tankers ist der erste konkrete Beweis dafür, dass die Bedrohung das Verhalten beeinflusst.
Die Kehrtwende des chinesischen Tankers ist eine direkte Reaktion auf die Huthi-Drohungen. Die 21,5-prozentige Wahrscheinlichkeit des Prognosemarkts dient als Warnung für die gesamte Schifffahrt in der Region. Andere Schiffe könnten in den kommenden Tagen vor die gleiche Entscheidung gestellt werden, da das Risiko einer Durchfahrt durch die Bab-el-Mandeb-Straße greifbarer wird.




