Die südkoreanischen Behörden haben 23 Personen angeklagt, die 11,1 Millionen Dollar in Kryptowährung für eine in Kambodscha ansässige Phishing-Gruppe gewaschen haben. Die Festnahmen, die in lokalen Berichten als „Dutzende“ beschrieben werden, gehören zu den größten Cyber-Finanzrazzien in der Region in diesem Jahr. Die Staatsanwaltschaft erklärte, die Operation habe Gelder für einen Betrugsring verschoben, der Opfer in mehreren Ländern ausgebeutet hat.
Wie das System funktionierte
Die Gruppe soll gestohlene Kryptowährungen über ein Netzwerk von Konten und Mittelsmännern geleitet haben, um die Spur zurück zur kambodschanischen Phishing-Operation zu verschleiern. Die Strafverfolgungsbehörden verfolgten das Geld von den Betrugsopfern zu Wallets, die von den Angeklagten kontrolliert wurden, dann zu Börsen und Auszahlungspunkten. Die genauen Methoden zur Umwandlung der Kryptowährung in Fiatgeld wurden nicht im Detail beschrieben, aber die Anklagepunkte umfassen Verschwörung, Betrug und Verstöße gegen die südkoreanischen Finanzmeldegesetze.
Das Ausmaß der Razzia
Alle 23 Verdächtigen sind südkoreanische Staatsbürger, so die Gerichtsdokumente. Die Summe von 11,1 Millionen Dollar stellt Erlöse dar, die direkt mit dem Phishing-Ring verbunden sind. Die Ermittler sagten, die in Kambodscha ansässige Gruppe habe eine ausgeklügelte Operation betrieben, die gefälschte Anmeldeseiten und Social Engineering nutzte, um Anmeldedaten und Wallet-Schlüssel zu stehlen. Die koreanische Zelle habe das schmutzige Geld abgewickelt. Es ist noch nicht klar, ob einer der in Kambodscha ansässigen Betreiber des Rings identifiziert oder angeklagt wurde.
Was als nächstes passiert
Die Angeklagten befinden sich derzeit in Untersuchungshaft, bis der Prozess beginnt. Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat das Gericht gebeten, Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Fall einzufrieren. Ein Verhandlungstermin wurde noch nicht festgelegt. Der Fall wird von den Regulierungsbehörden in Seoul beobachtet, die wiederholt vor den Risiken der Krypto-Geldwäsche im Zusammenhang mit betrügerischen Zentren im Ausland, insbesondere in Südostasien, gewarnt haben.
Die Ermittlungen laufen noch. Die Behörden verfolgen weiterhin zusätzliche Wallets und arbeiten mit ausländischen Strafverfolgungsbehörden zusammen. Ob diese Zusammenarbeit zu Anklagen gegen die in Kambodscha ansässigen Drahtzieher führen wird, ist eine offene Frage.




