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SK Hynix sichert sich Chip-Deal über 750 Milliarden Dollar mit Nvidia und US-Firmen; Aktien fallen aufgrund von Gewinnmitnahmen

SK Hynix sichert sich Chip-Deal über 750 Milliarden Dollar mit Nvidia und US-Firmen; Aktien fallen aufgrund von Gewinnmitnahmen

SK Hynix wird über mehrere Jahre hinweg Speicherchips im Wert von 750 Milliarden Dollar an Nvidia und andere US-Unternehmen liefern, gaben die Firmen am Montag bekannt. Nvidias Anteil an dem Deal beträgt 500 Milliarden Dollar. Die Vereinbarung umfasst neue Rechenzentren, die 2027 in Betrieb gehen sollen, und SK Telecom plant, auf Basis von Nvidias kommender Vera-Rubin-Architektur ein Cloud-Geschäft aufzubauen.

Umfang des Liefervertrags

Der Deal sichert einen stetigen Fluss von High-Bandwidth-Speichern (HBM), den speziellen Chips, die für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle unerlässlich sind. Nvidia-Vizepräsident Raj Mirpuri erklärte, die Vereinbarung sichere die stabile Versorgung mit HBM, einer Komponente, die angesichts der stark gestiegenen Nachfrage nach KI-Infrastruktur knapp war. Das Cloud-Geschäft von SK Telecom wird Nvidias Vera-Rubin-Architektur nutzen, die nächste Plattformgeneration für den Betrieb von Hyperscale-Rechenzentren.

Börse reagiert verhalten

Trotz der gigantischen Dollar-Beträge zeigten sich die Anleger kaum beeindruckt. Die Aktien von SK Hynix fielen über fünf Handelstage um 11,38 %. Samsung Electronics verlor am Montag 0,50 % und über denselben Fünf-Tages-Zeitraum 10,05 %. Nvidia schloss am Freitag bei 206,84 US-Dollar, ein Minus von 0,92 %. Die verhaltene Reaktion deutet darauf hin, dass die KI-Rallye bereits in die Aktienkurse eingepreist war und Händler nach einem langen Anstieg Gewinne mitnahmen. Branchenbeobachter merken an, dass zukunftsorientierte Deals wie dieser die Aktienkurse nur dann bewegen, wenn sie eine Verschiebung der Marktdominanz signalisieren, nicht aber, wenn sie bestehende Erwartungen bestätigen.

Samsungs paralleler Schritt

Um nicht abgehängt zu werden, unterzeichnete Samsung eine Absichtserklärung mit Broadcom im geschätzten Wert von 200 Milliarden Dollar. Die Absichtserklärung umfasst eine Zusammenarbeit im Bereich Speicher und Foundry und gibt Broadcom Zugang zu Samsungs fortschrittlicher Chipfertigungskapazität. Obwohl kleiner als der Deal von SK Hynix, erweitert die Broadcom-Partnerschaft Samsungs Präsenz im kundenspezifischen Chipgeschäft.

Quartalszahlen stehen an

Sowohl SK Hynix als auch Samsung werden später in dieser Woche ihre Quartalszahlen vorlegen. Anleger werden auf Aktualisierungen zu HBM-Preisen, Kapazitätserweiterungen und mögliche Auswirkungen der neuen Lieferverträge achten. Die Zahlen könnten entweder den jüngsten Ausverkauf rechtfertigen oder eine neue Kaufwelle auslösen.