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Bitcoin fällt um 10 % auf 61.000 US-Dollar: ETF-Abflüsse und starke US-Arbeitsmarktdaten belasten den Markt

Bitcoin fällt um 10 % auf 61.000 US-Dollar: ETF-Abflüsse und starke US-Arbeitsmarktdaten belasten den Markt

Bitcoin notierte am 9. Juni bei rund 61.100 US-Dollar, nachdem er im Wochenverlauf um etwa 10 % gefallen war – belastet durch den neunten Tag in Folge mit Abflüssen aus Spot-ETFs sowie überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten, die die Aussicht auf Zinssenkungen trüben. Der Rückgang hat BTC mehr als 50 % unter seinen Höchststand von über 126.000 US-Dollar vom Oktober 2025 gedrückt; der Markt wartet weiterhin auf ein klares Signal für eine Bodenbildung.

Der makroökonomische Druck

Die US-Wirtschaft schuf im Mai 172.000 Arbeitsplätze – mehr als doppelt so viele wie die von Ökonomen erwarteten rund 80.000 – und die April-Zahl wurde auf 179.000 nach oben revidiert. Das gibt der Federal Reserve wenig Grund, die Geldpolitik in absehbarer Zeit zu lockern. Für risikobehaftete Anlagen wie Kryptowährungen ist ein länger anhaltendes Hochzinsumfeld ein Gegenwind, der nur schwer abzuschütteln ist.

Wintermute führte den Rückgang auf institutionelle Verkäufe in den USA und ETF-Abflüsse zurück, nicht auf Panik. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten Ende Mai ihren neunten Tag in Folge mit Abflüssen; der Trend belief sich bis zum 30. Mai auf insgesamt rund 2,97 Milliarden US-Dollar. Es gibt noch kein klares Anzeichen für eine Rückkehr der Zuflüsse.

MicroStrategys symbolischer Verkauf

MicroStrategy verkaufte 32 BTC – die erste Veräußerung seit 2022. Das Unternehmen bezeichnete den Verkauf als unbedeutend, doch es ist ein symbolisches Signal von einem Unternehmen, das zu den größten Bitcoin-Unternehmensinhabern zählt. Der Zeitpunkt ist ungünstig, selbst wenn die Menge gering ist.

Binance-Gründer Changpeng Zhao (CZ) versuchte, die Gemüter zu beruhigen: „Bitcoin wird nicht für ‚tot‘ erklärt werden – keine Panik“, sagte er.

Privatanleger kaufen, Wale reduzieren

On-Chain-Daten von Santiment zeichnen ein geteiltes Bild. Wallets mit weniger als 0,01 BTC erhöhten ihre Gesamtbestände innerhalb von zwei Wochen um 0,36 % – Privatanleger steigen ein, um die Kursschwankungen abzufedern. Gleichzeitig reduzierten Wallets mit 10 bis 10.000 BTC ihre Bestände um 0,20 %. Große Wallets bauen weiterhin Engagements ab, während kleinere akkumulieren.

Dieses Muster hält Santiment für vorsichtig. Nachhaltige Böden treten normalerweise mit Kapitulation der Privatanleger auf, nicht mit deren Überzeugung, und „eine weitverbreitete Aufgabe ist noch nicht zu erkennen“, so das Unternehmen. Einige Langzeitanleger haben begonnen, auf dem aktuellen Niveau zu kaufen, da sie das Risiko-Ertrags-Verhältnis über mehrere Jahre hinweg als attraktiver einschätzen – das ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einem marktweiten Ausverkauf.

Keine Kapitulation in Sicht

Analysten zufolge bleibt der Boden unbestätigt. Ohne Panik der Privatanleger oder einen Katalysator für frische institutionelle Zuflüsse steckt der Markt in einer Grauzone fest, in der Dips gekauft werden, die Erholungen jedoch ohne Überzeugungskraft bleiben. Das makroökonomische Bild wird zunehmend schwerer zu ignorieren, je näher die US-Zwischenwahlen rücken – ein Zeitraum, der häufig politische Unsicherheit mit sich bringt.

Zum jetzigen Zeitpunkt hält Bitcoin sich über 60.000 US-Dollar, doch die Daten deuten darauf hin, dass die eigentliche Bewährungsprobe noch nicht gekommen ist.