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Cardano ADA steigt um 7 %: Top-Trader und Kleinanleger gehen getrennte Wege

Cardano ADA steigt um 7 %: Top-Trader und Kleinanleger gehen getrennte Wege

Der ADA-Token von Cardano legte am 21. Juli um rund 7 % zu und baute seine monatliche Gewinnspanne auf etwa 9 % aus. Doch unter der Oberfläche zeichnet sich eine deutliche Kluft zwischen Großanlegern und Privatinvestoren ab, die Fragen zur Nachhaltigkeit des Kursanstiegs aufwirft.

Die Kluft zwischen Top-Tradern und Privatanlegern

Das Long/Short-Verhältnis der Top-Trader – ein Maß für die Positionen von Großanlegern und erfahrenen Händlern – liegt bei etwa 0,93, was bedeutet, dass mehr dieser Konten gegen ADA als dafür wetten. Im Gegensatz dazu beträgt das Long/Short-Verhältnis aller Konten, das auch Privatanleger umfasst, 2,08 – stark in Richtung Long-Positionen tendiert. Die Kluft zwischen beiden Werten beträgt rund 1,15, was selbst für einen volatilen Vermögenswert wie Cardano ungewöhnlich breit ist.

Das offene Interesse an ADA-Futures beläuft sich auf etwa 1,11 Milliarden US-Dollar, verteilt auf 94 Perpetual-Märkte. Der Finanzierungssatz liegt bei etwa 0,01 % im positiven Bereich, was bedeutet, dass Long-Positionen eine kleine Prämie zahlen, um Shorts offen zu halten. Diese Kombination – eine von Privatanlegern dominierte Long-Seite, die eine geringe Prämie für ihre Wetten zahlt, während Großtrader short gehen – deutet oft auf einen möglichen Squeeze oder eine Korrektur hin, je nachdem, wer recht behält.

Der Van-Rossem-Hard-Fork und die Netzwerkaktivität

Cardano aktivierte am 18. Juli den Van-Rossem-Hard-Fork, das erste Upgrade, das vollständig durch On-Chain-Governance genehmigt wurde. Das Upgrade soll die Ausführung von Smart Contracts günstiger machen – ein Schritt, der mehr Entwickler und Nutzer anziehen könnte. Bisher hat das Netzwerk jedoch keinen entsprechenden Anstieg der Aktivität verzeichnet. Tatsächlich fiel die Netzwerkaktivität kürzlich auf ein 45-Tage-Tief.

Eine mögliche Erklärung: Das Upgrade ist noch neu, und Entwickler brauchen möglicherweise Zeit, um sich anzupassen. Eine andere: Der Kursanstieg läuft der tatsächlichen Nutzung voraus. Die Fundamentaldaten haben mit dem Optimismus des Marktes noch nicht Schritt gehalten.

Rückgang des DeFi-TVL

Der in Cardanos DeFi-Anwendungen gebundene Wert (Total Value Locked, TVL) – ein wichtiger Indikator dafür, wie viel Kapital aktiv im Netzwerk eingesetzt wird – liegt bei etwa 69 Millionen US-Dollar. Das ist ein Rückgang von rund 24 % im vergangenen Monat und fast 90 % unter dem Höchststand der letzten zwei Jahre. Ein schrumpfender TVL deutet darauf hin, dass trotz steigender ADA-Preise immer weniger Menschen ihre Token in Kreditvergabe, Kreditaufnahme oder Handel auf der Chain einsetzen.

Diese Diskrepanz zwischen Kurs und On-Chain-Aktivität ist ein bekanntes Muster in Kryptomärkten, hält aber selten auf Dauer an. Entweder holt die Nutzung auf, oder der Kurs passt sich schließlich nach unten an.

Derzeit wird der Kurs von Cardano durch Hoffnungen auf das Van-Rossem-Upgrade und die allgemeine Marktstimmung getrieben. Doch die Daten aus den Futures-Märkten und DeFi-Apps zeichnen ein vorsichtigeres Bild darunter. Ob die privaten Long-Anleger oder die institutionellen Shorts recht behalten, wird sich in den kommenden Wochen wohl zeigen.