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Strategy verkauft 32 Bitcoin – erster Verkauf seit 2022 – zur Deckung von Vorzugsdividenden

Strategy verkauft 32 Bitcoin – erster Verkauf seit 2022 – zur Deckung von Vorzugsdividenden

Strategy verkaufte zwischen dem 26. und 31. Mai 32 Bitcoin und erzielte damit einen Erlös von rund 2,5 Millionen US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 77.135 US-Dollar. Es ist der erste Bitcoin-Verkauf des Unternehmens seit 2022 und bricht mit der langjährigen Maxime von Gründer Michael Saylor, nie zu verkaufen. Der Schritt verunsicherte den Markt vorübergehend – der Bitcoin-Kurs fiel auf 70.000 US-Dollar, rutschte um 4 % auf 69.690 US-Dollar ab und erholte sich nach Bekanntwerden der Nachricht wieder auf 70.120 US-Dollar.

Warum Strategy jetzt verkauft hat

Der Verkauf war keine Wette auf den Kurs. Strategy benötigte Bargeld, um Dividenden auf seine unbefristeten Vorzugsaktien (Ticker: STRC) zu zahlen. Dieses Instrument hat eine annualisierte Dividendenrate von 11,5 % und wurde vier Monate in Folge gehalten. STRC wurde seit Mitte Mai nicht mehr zum Nennwert gehandelt und fiel zeitweise auf 97,11 US-Dollar, bevor es sich auf rund 99,10 US-Dollar erholte. Das Unternehmen verwendete die Erlöse aus STRC im Laufe der Zeit, um über 122.000 Bitcoin zu kaufen – nun wurde ein Bruchteil dieser Coins verkauft, um die Dividendenzahlungen aufrechtzuerhalten.

Was der Verkauf bedeutet

Die 32 verkauften Bitcoin machen nur 0,0038 % der gesamten Bestände von Strategy in Höhe von 843.706 BTC aus, die zu einem Durchschnittspreis von 75.699 US-Dollar erworben wurden. Prozentual ist das unbedeutend. Aber als Signal ist es das nicht. Jim Cramer sagte, der Verkauf könne „eine Neubewertung“ der Pro-Bitcoin-Haltung von Strategy erfordern, angesichts seiner Rolle bei der Stützung des Vermögenswerts. Pointierter ausgedrückt: Der Vorfall offenbart ein strukturelles Risiko: Strategy ist auf einen volatilen Vermögenswert – Bitcoin – angewiesen, um feste, in Dollar denominierte Unternehmensverbindlichkeiten zu finanzieren.

Die Liquiditätsfrage

Glenn Cameron von Onramp Bitcoin stellte infrage, ob Strategy bei einem anhaltenden Kursrückgang auf Bitcoin-Liquidität zählen kann, wenn feste Zahlungen fällig werden. Der Markt hat vorerst kaum reagiert. Doch die grundsätzliche Frage bleibt: Wenn Bitcoin stark fällt und die STRC-Inhaber weiterhin ihre 11,5 % verlangen, muss Strategy dann weiter verkaufen? Das Unternehmen hält noch knapp 844.000 BTC. Selbst ein winziger Bruchteil kann eine Dividendenzahlung decken. Ein längerer Abschwung könnte die Rechnung jedoch ändern.

Der nächste STRC-Dividendentermin ist der 1. Juli. Dann wird der Markt sehen, ob Strategy den Schritt wiederholt – oder einen anderen Weg findet.