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World Liberty Financial verklagt Justin Sun wegen Verleumdung und wirft ihm Erpressungsdrohungen vor

World Liberty Financial verklagt Justin Sun wegen Verleumdung und wirft ihm Erpressungsdrohungen vor

World Liberty Financial hat beim elften Gerichtsbezirk von Florida eine Verleumdungsklage gegen Justin Sun eingereicht und fordert Schadensersatz sowie eine öffentliche Widerrufung dessen, was das Unternehmen als falsche Aussagen bezeichnet, die den Ruf des Projekts und den Token-Kurs geschädigt haben. Die Klage, die diese Woche bekannt wurde, verschärft einen Rechtsstreit, der letzten Monat begann, als Sun WLFI wegen eingefrorener Token verklagte.

Was WLFI behauptet

Laut der Klageschrift habe Sun verbotene Übertragungen, Strohverkäufe und Leerverkäufe von WLFI-Token durchgeführt – Handlungen, die gegen die Token-Freigabevereinbarung und die Blockchain-Dokumentation des Projekts verstoßen. Noch dreister sei, dass Sun gedroht habe, „World Liberty in Brand zu setzen“ und den Kurs des $WLFI-Tokens zum Absturz zu bringen, falls ihm nicht Hunderte Millionen Dollar gezahlt würden. Das Unternehmen fordert das Gericht auf, Sun zu einer öffentlichen Widerrufung dieser Aussagen zu zwingen und nicht näher bezifferten Schadensersatz zuzusprechen.

Suns Sicht der Dinge

Sun reichte am 22. April seine eigene Klage ein, in der er WLFI vorwirft, Token ohne Genehmigung eingefroren, seine Stimmrechte entzogen und damit gedroht zu haben, seine Bestände zu verbrennen. Er behauptet, die Beziehung sei Mitte 2025 sauer geworden, nachdem er abgelehnt habe, mehr Geld in die USD1-Stablecoin-Initiative des Projekts zu stecken. Suns Klage zeichnet das Bild eines Projekts, das sich gegen ihn gewandt habe, nachdem er aufgehört habe, Schecks auszustellen.

Die Trump-Witkoff-Antwort

World Liberty Financial-Mitbegründer Eric Trump und Zack Witkoff wiesen Suns frühere Klage als „verzweifelten Versuch ab, von seinem eigenen Fehlverhalten abzulenken“. In einer Stellungnahme beschuldigten sie Sun, das Projekt erpressen zu wollen, und sagten, die Verleumdungsklage werde seine Taktiken offenlegen. Die beiden Rechtsstreitigkeiten liegen nun vor demselben Gericht in Florida, obwohl noch keine Verhandlungstermine festgelegt wurden.

Der Fall hängt davon ab, ob Suns angebliche Drohungen und Geschäfte in Erpressung umschlugen oder lediglich aggressive Verhandlungen waren. Beide Seiten haben stark unterschiedliche Zeitlinien dargelegt – WLFI sagt, die Probleme hätten begonnen, als Sun die Token-Vereinbarung verletzte; Sun sagt, sie hätten begonnen, als WLFI seinen Anteil ohne Grund einfror. Ein Richter wird die widersprüchlichen Behauptungen über böswilliges Verhalten sortieren müssen.