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CME plant Einführung von Bitcoin-Volatilitäts-Futures am 1. Juni, vorbehaltlich CFTC-Zustimmung

CME plant Einführung von Bitcoin-Volatilitäts-Futures am 1. Juni, vorbehaltlich CFTC-Zustimmung

Die CME Group plant, am 1. Juni Bitcoin-Volatilitäts-Futures einzuführen, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung, wie die Börse diese Woche mitteilte. Die neuen Kontrakte ermöglichen es Händlern, darauf zu wetten, wie stark sich der Bitcoin-Preis bewegt – nicht in welche Richtung –, ein Unterschied zu Standard-Futures, die den absoluten Preis abbilden.

Was die Kontrakte messen

Die Futures sind an den CME Bitcoin Volatility Index gebunden, der die erwarteten 30-Tage-Preisschwankungen auf Basis von Optionen auf die bestehenden Bitcoin-Futures der Börse misst. Einfach ausgedrückt: Wenn Händler große Bewegungen erwarten – nach oben oder unten – steigt der Index; wenn sie Ruhe erwarten, fällt er. Das Produkt bietet Spekulanten eine direkte Möglichkeit, eine Volatilitätsmeinung zu äußern, und gibt Minern oder Haltern eine Absicherung gegen plötzliche Preisschwankungen, die nicht unbedingt einen Trendwechsel signalisieren.

Der Bitcoin-Preis ist bekanntermaßen sprunghaft. Ein täglicher Kursausschlag von 10 % ist keine Seltenheit, und solche Bewegungen können Portfolios oder Margin-Positionen ruinieren, selbst wenn der langfristige Trend bullisch ist. Bisher hatten Händler nur begrenzte Instrumente, um das Volatilitätsrisiko zu isolieren. Die implizite Volatilität von Optionen ist ein Indikator, aber eine indirekte Messung. Dieser Futures-Kontrakt bepreist die Volatilität direkt und wird bei Fälligkeit in bar abgerechnet.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Das Volumen an Krypto-Derivaten ist an der CME in diesem Jahr stark gestiegen, und die Börse möchte institutionelle Händler in ihrem regulierten Umfeld halten, anstatt sie an außerbörsliche Plattformen zu drängen, die bereits exotische Volatilitätsprodukte anbieten.

Regulierungsweg

Die CME erklärte, dass die Einführung der Genehmigung durch die Commodity Futures Trading Commission unterliegt. Die Behörde hat sich unter der aktuellen Regierung gegenüber Bitcoin-Derivaten aufgeschlossener gezeigt als erwartet, verlangt jedoch weiterhin strenge Überwachung und Positionslimits. Eine Entscheidung wird vor dem angestrebten Starttermin am 1. Juni erwartet. Bei Genehmigung werden die Kontrakte auf der CME-Globex-Plattform zusammen mit den Standard-Bitcoin- und Ether-Futures gehandelt.

Ob genügend Liquidität entsteht, ist die offene Frage. Volatilitäts-Futures sind selbst in traditionellen Märkten eine Nische (der VIX selbst hat eine dünne Futures-Kurve). Aber die CME wettet darauf, dass die chronische Turbulenz von Bitcoin genügend Zuflüsse anzieht, um einen Markt aufrechtzuerhalten. Der 1. Juni steht im Kalender – vorausgesetzt, die Regulierungsbehörde gibt grünes Licht.