Cleanspark hat einen 20-jährigen Triple-Net-Leasingvertrag für seinen Campus in Sandersville, Georgia, unterzeichnet, der vertraglich vereinbarte Einnahmen in Höhe von 6,6 Milliarden US-Dollar sichert. Der Mieter erhielt zudem die Exklusivität über Cleansparks 885-Megawatt-Stromportfolio in Texas – ein bedeutender Wendepunkt für den Bitcoin-Miner hin zur Künstliche-Intelligenz-Infrastruktur.
Die Details des Leasingvertrags
Der Leasingvertrag ist als Triple-Net-Vereinbarung strukturiert, was bedeutet, dass der Mieter zusätzlich zur Grundmiete Grundsteuern, Versicherung und Instandhaltung übernimmt. Cleanspark erwartet, dass der Deal über die 20-jährige Laufzeit 6,6 Milliarden US-Dollar einbringt. Das Unternehmen nannte den Mieter nicht, beschrieb die Vereinbarung jedoch als Teil einer breiteren KI-Infrastrukturpartnerschaft.
Cleanspark wandelt seine bestehende Bitcoin-Mining-Anlage in Sandersville in einen 175-Megawatt-KI-Campus um. Das ist eine signifikante strategische Neuausrichtung für ein Unternehmen, das sich historisch auf Kryptowährungs-Mining konzentriert hat. Der Standort in Georgia wird umgerüstet, um Hochleistungsrechnen und KI-Workloads zu hosten.
Exklusiver Zugang zu Texas-Strom
Im Rahmen der Vereinbarung erhält der Mieter exklusive Rechte an Cleansparks 885-Megawatt-Portfolio in Texas. Diese Stromkapazität wurde ursprünglich für Bitcoin-Mining entwickelt, wird aber nun für die KI-Operationen des Mieters reserviert. Die Exklusivitätsklausel deutet darauf hin, dass der Mieter plant, in Texas – einem der aktivsten Märkte für Rechenzentrumsentwicklung – schnell zu skalieren.
Cleansparks Texas-Portfolio umfasst Standorte im ERCOT-Netz, wo Strom oft günstig, aber unbeständig ist. Das Unternehmen hat sich einen Ruf für flexibles Lastmanagement erarbeitet – eine Fähigkeit, die für KI-Rechenzentren, die zuverlässige, aber kosteneffiziente Energie benötigen, zunehmend wertvoll ist.
Von Bitcoin zu KI
Der Deal ist das jüngste Zeichen dafür, dass sich Bitcoin-Miner als KI-Infrastrukturanbieter neu positionieren. Miner besitzen bereits große Stromverträge, Grundstücke und Kühlsysteme – Vermögenswerte, die KI-Unternehmen benötigen. Cleansparks Schritt folgt ähnlichen Ankündigungen anderer Miner wie Core Scientific und Hut 8, die KI-Hosting-Deals unterzeichnet haben.
Cleansparks Campus in Georgia war ursprünglich eine Bitcoin-Mining-Anlage. Jetzt wird er für KI umgerüstet, ein Prozess, der die Aufrüstung von Kühlung, Netzwerk und Stromverteilung umfasst. Die Kapazität von 175 Megawatt ist im Vergleich zu Hyperscale-Rechenzentren bescheiden, reicht aber aus, um Tausende von GPUs für Trainings- und Inferenz-Workloads zu betreiben.
Was der Deal bedeutet
Die Einnahmen in Höhe von 6,6 Milliarden US-Dollar sind vertraglich vereinbart, aber nicht garantiert – sie hängen davon ab, dass der Mieter die Leasingbedingungen erfüllt. Für Cleanspark bietet der Deal jedoch einen langfristigen, vorhersehbaren Einkommensstrom, der weniger volatil ist als Bitcoin-Mining. Die Aktie des Unternehmens stieg nach den Nachrichten, was die Nachfrage der Anleger nach KI-nahen Anlagemöglichkeiten widerspiegelt.
Die Identität des Mieters bleibt unbekannt, aber die Exklusivität über Texas-Strom deutet auf einen großen KI-Akteur hin, der sowohl geografische Diversität als auch schnelle Bereitstellung benötigt. Cleansparks Fähigkeit, schlüsselfertige Strom- und Infrastrukturlösungen zu liefern, könnte es zu einem bevorzugten Partner für KI-Unternehmen machen, die um die Sicherung von Rechenkapazitäten wetteifern.
Der Deal wird später in diesem Jahr abgeschlossen, wobei der KI-Campus voraussichtlich ab 2025 phasenweise in Betrieb gehen wird.




