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BlackRock beantragt zwei tokenisierte Geldmarktfonds, zielt auf Stablecoin-Reservemarkt ab

BlackRock beantragt zwei tokenisierte Geldmarktfonds, zielt auf Stablecoin-Reservemarkt ab

BlackRock reichte am 8. Mai zwei tokenisierte Geldmarktfonds bei der SEC ein und drängt damit tiefer in den 30 Milliarden Dollar schweren Markt für tokenisierte reale Vermögenswerte. Der eine Fonds, BSTBL, wird einen Teil eines 6,1 Milliarden Dollar schweren Schatzanleihenfonds auf Ethereum digitalisieren. Der andere, BRSRV, ist ein Multi-Chain-Fonds, der speziell als renditetragende Reserve für Stablecoin-Emittenten konzipiert wurde – und er ist so gestaltet, dass er dem GENIUS Act entspricht.

Was die Einreichungen zeigen

BSTBL ist der einfachere der beiden: Er tokenisiert einen Teil eines bestehenden Schatzanleihenfonds im Wert von 6,1 Milliarden Dollar und bringt dessen Anteile auf Ethereum. BRSRV ist der ehrgeizigere Ansatz. Er ist von Anfang an Multi-Chain und wird explizit als Reservevermögen für Stablecoin-Emittenten vermarktet. Die Struktur des Fonds ist darauf ausgelegt, die Anforderungen des GENIUS Act zu erfüllen, des US-amerikanischen Regulierungsrahmens für Stablecoins, der Anfang dieses Jahres in Kraft trat. Das bedeutet, dass die Vermögenswerte, das Liquiditätsprofil und die Rücknahmemechanismen des Fonds alle so konzipiert sind, dass sie als konforme Reservebesicherung gelten.

Der Stablecoin-Reserve-Aspekt

Stablecoin-Emittenten suchen seit langem nach renditetragenden Reservevermögen, die den regulatorischen Anforderungen genügen. Die meisten bestehenden Reserven liegen in Bargeld oder Staatsanleihen und werfen nahezu null Zinsen ab. BRSRV zielt darauf ab, ihnen eine regulierte, einkommensgenerierende Alternative zu bieten, die unter dem GENIUS Act dennoch als liquide Reserve gilt. BlackRock's Timing passt zum wachsenden Stablecoin-Angebot – der gesamte tokenisierte RWA-Markt ist seit Januar um 10 Milliarden Dollar auf über 30 Milliarden Dollar gestiegen, wobei mehr als 767.000 Anleger nun tokenisierte Vermögenswerte halten.

Bestehende Präsenz

BlackRock beginnt nicht bei null. Das Unternehmen verwaltet bereits rund 65 Milliarden Dollar an Stablecoin-bezogenen Reserven für verschiedene Emittenten. Sein bestehender tokenisierter Fonds, BUIDL, hält Vermögenswerte in Höhe von 2,4 Milliarden Dollar und ist damit der viertgrößte tokenisierte Fonds weltweit. Die neuen Einreichungen deuten darauf hin, dass BlackRock die Tokenisierung als ein Multi-Produkt-Geschäft betrachtet, nicht als einmaliges Experiment.

Regulatorischer Vorstoß

Neben den Fondseinreichungen reichte BlackRock einen Kommentarbrief beim Office of the Comptroller of the Currency ein, in dem es sich für das ausspricht, was es als 'Option A' bezeichnet – einen flexiblen Regulierungsrahmen mit spezifischen Liquiditäts- und Laufzeitschwellen. Eine zentrale Forderung: die Zulassung von Geldmarktfonds der öffentlichen Hand mit gleichtägiger Abwicklung, die auf wöchentliche Liquiditätsuntergrenzen angerechnet werden können. Diese Änderung würde Fonds wie BRSRV für Banken und Stablecoin-Emittenten attraktiver machen, die regulatorische Liquiditätsanforderungen erfüllen müssen.

Larry Finks Vision

BlackRock-Vorsitzender Larry Fink teilte den Aktionären in seinem jährlichen Brief mit, dass digitale Vermögenswerte für die Modernisierung des globalen Finanzwesens unerlässlich seien. Die neuen Einreichungen setzen diese Rhetorik in Produkte um. Ob die SEC beide Fonds wie eingereicht genehmigt oder Änderungen verlangt, wird darüber entscheiden, wie schnell BlackRock sein tokenisiertes Vermögensgeschäft über die derzeitigen 2,4 Milliarden Dollar in BUIDL hinaus ausbauen kann.