Paxos, das Blockchain-Infrastrukturunternehmen hinter dem Stablecoin USDP, hat ein sechsschichtiges Framework für Stablecoin-Zahlungssysteme vorgestellt. Das Modell befasst sich mit den Lizenzierungs-, Verwahrungs- und regulatorischen Herausforderungen, die verhindert haben, dass Stablecoins vollständig in den Mainstream-Zahlungsverkehr integriert werden.
Warum das Framework wichtig ist
Stablecoins sind im Handel und in DeFi rasant gewachsen, aber reale Zahlungen bleiben ein Engpass. Paxos argumentiert, dass das fehlende Stück nicht die Technologie ist – sondern die institutionelle Infrastruktur rund um Verwahrung, Lizenzierung und Compliance. Der Sechs-Schichten-Ansatz schlüsselt auf, was ein zahlungsfähiges Stablecoin-System benötigt, um im großen Maßstab zu funktionieren.
Was die sechs Schichten abdecken
Das Unternehmen hat nicht jede Schicht öffentlich im Detail benannt, sagte jedoch, dass das Framework drei Kernhürden adressiert: Lizenzierung, Verwahrung und regulatorische Compliance. Die anderen drei Schichten betreffen wahrscheinlich Abwicklung, Token-Management und Netzwerkinteroperabilität, obwohl Paxos sie in dieser Veröffentlichung nicht spezifiziert hat. Klar ist, dass jede Schicht ein bestimmtes Problem lösen soll, das verhindert, dass Stablecoins wie traditionelle Zahlungsschienen genutzt werden.
Lizenzierung stellt beispielsweise sicher, dass der Emittent die entsprechenden Chartas besitzt, um in verschiedenen Rechtsgebieten tätig zu sein. Die Verwahrung befasst sich damit, wie private Schlüssel gespeichert werden und wer sie kontrolliert – ein Reibungspunkt für institutionelle Anwender. Die regulatorische Compliance umfasst Geldwäscheprüfungen, Sanktionsprüfungen und Transaktionsüberwachung.
Wo die Branche steht
Derzeit handhaben die meisten Stablecoin-Projekte diese Funktionen in Silos. Einige verlassen sich auf Drittanbieter-Verwahrer, andere auf Selbstverwahrung. Nur wenige haben die Lizenzierung von Anfang an integriert. Paxos' Framework deutet darauf hin, dass ein ausgereiftes Stablecoin-Zahlungsnetzwerk alle sechs Schichten zusammenarbeiten lassen müsste, nicht als nachträgliche Ergänzungen.
Das Unternehmen selbst hat regulatorische Prüfungen durchlaufen. Es einigte sich 2023 mit der SEC über den Stablecoin BUSD und konzentriert sich seitdem auf regulierte Produkte. Diese Erfahrung fließt wahrscheinlich in das Sechs-Schichten-Modell ein.
Was als Nächstes kommt
Paxos hat noch kein spezifisches Produkt angekündigt, das auf diesem Framework basiert. Das Unternehmen sagte, es plane, mit Regulierungsbehörden und Zahlungspartnern zusammenzuarbeiten, um das Modell voranzutreiben. Ob andere Stablecoin-Emittenten denselben Bauplan übernehmen – oder ob Regulierungsbehörden ihn vorschreiben – bleibt eine offene Frage.




