Die SEC hat am Donnerstag Klage gegen einen Texaner namens Fuller eingereicht und wirft ihm vor, ein 12,3 Millionen Dollar schweres Krypto-Investment-System betrieben zu haben, das auf dem Versprechen KI-gesteuerter Handelsbots basierte. Laut der Beschwerde verwendete Fuller 6,2 Millionen Dollar für persönliche Ausgaben und weitere 5,5 Millionen Dollar für Ponzi-ähnliche Zahlungen an frühere Investoren. Nur etwa 3 % des Geldes – rund 369.000 Dollar – flossen tatsächlich in den Krypto-Handel.
Wie das System funktionierte
Fuller bewarb automatisierte Handelsbots, die seiner Behauptung nach künstliche Intelligenz einsetzten, um in volatilen Krypto-Märkten konstante Renditen zu erzielen. Den Investoren wurde versichert, dass ihre Gelder gebündelt und aktiv gehandelt würden. Stattdessen, so die SEC, war das Unternehmen größtenteils eine Hülle. Der geringe Betrag, der tatsächlich an Börsen gelangte, reichte nicht aus, um die von Fuller versprochenen Renditen zu erzielen. Der Rest des Geldes wurde für das ausgegeben, was die Behörde als „persönliche Luxusgüter“ bezeichnet. Die Beschwerde nennt weder die Börse noch die Handelsplattform, aber die Diskrepanz zwischen der Werbung und der Realität ist eklatant.
Die Ponzi-ähnlichen Mechanismen
Die 5,5 Millionen Dollar, die für Auszahlungen an frühere Investoren verwendet wurden, sind das klassische Zeichen einer Ponzi-Struktur. Neues Geld floss ab, um alte Investoren zufrieden zu stellen, sodass das System profitabel erschien, obwohl es das nicht war. Eine solche Dynamik kann sich nur so lange selbst tragen, bis die Rechnung nicht mehr aufgeht. Der Zeitpunkt der SEC deutet darauf hin, dass die Behörde glaubt, dass der Zusammenbruch eingetreten ist oder kurz bevorstand.
Wohin das Geld floss
Fuller gab angeblich 6,2 Millionen Dollar für sich selbst aus – eine Zahl, die die Handelsaktivität in den Schatten stellt. Die Beschwerde listet nicht jeden Kauf auf, aber die Botschaft ist klar: Das System zielte weniger auf den Aufbau eines Handelsgeschäfts ab, sondern vielmehr auf die Finanzierung eines Lebensstils. Für Investoren, die Bargeld in der Erwartung eines technologischen Vorsprungs übergaben, ist die wahre Geschichte viel älter als KI.
Was als Nächstes passiert
Die SEC fordert die Rückzahlung unrechtmäßig erlangter Gewinne, zivilrechtliche Strafen und eine einstweilige Verfügung, die Fuller daran hindert, jemals wieder ein Investment-System zu betreiben. Ein Bundesgericht in Texas wird den Fall verhandeln. Es wurde noch kein Verhandlungstermin festgelegt, aber die Behörde bewegt sich in Betrugsfällen typischerweise schnell, um Vermögenswerte einzufrieren. Investoren, die in dem System Geld verloren haben, könnten möglicherweise später Ansprüche über einen von der SEC verwalteten Fonds geltend machen – aber dieser Prozess, falls er stattfindet, wird Monate oder Jahre dauern.




