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Bitcoin fällt in zwei Wochen um 11 % – Verkaufsdruck so hoch wie seit März nicht mehr

Bitcoin fällt in zwei Wochen um 11 % – Verkaufsdruck so hoch wie seit März nicht mehr

Der Bitcoin-Kurs ist in den letzten 14 Tagen um 11 % gefallen und liegt zum Redaktionsschluss bei 73.309 US-Dollar – allein in der vergangenen Woche ein Minus von 3,32 %. Der Ausverkauf, den Marktanalyst Maartunn am 29. Mai signalisierte, erfolgt nach mehrfachen Ablehnungen im Bereich von 82.000 US-Dollar seit Mitte Mai. Daten deuten darauf hin, dass der Verkaufsdruck so intensiv ist wie seit März nicht mehr.

Verkäufer dominieren Derivate

Laut CryptoQuant-Daten erreichte der Netto-Taker-Volumen im Derivatemarkt -948 Millionen US-Dollar. Das bedeutet, dass die Verkäufer die Käufer im Durchschnitt um rund 40 Millionen US-Dollar pro Stunde übertrafen – der höchste anhaltende Verkaufsdruck seit über zwei Monaten. Die Kennzahl verfolgt aggressive Marktaufträge, und ein negativer Wert deutet auf eine bärische Dynamik hin, die sich seit Wochen aufbaut.

Institutionelle Abflüsse beschleunigen sich

Der iShares Bitcoin Trust verzeichnete allein in der vergangenen Woche Abflüsse in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar – damit zwei aufeinanderfolgende Wochen mit institutionellen Abzügen. Der Fonds ist eines der größten Vehikel für institutionelle US-Anlagen, und der stetige Rückzug deutet darauf hin, dass große Akteure ihre Positionen reduzieren, anstatt aufzustocken.

US-Investoren führen den Ausverkauf an

Coinbase wird mit einem Abschlag von 0,21 % im Vergleich zu Binance gehandelt – ein Zeichen dafür, dass der Verkaufsdruck von US-Investoren stärker ist als der globale Durchschnitt. Wenn die Coinbase-Kurse nachhinken, deutet dies oft darauf hin, dass US-Händler aggressiver auf der Verkaufsseite sind – und das war in den letzten Tagen der Fall.

Stablecoin-Liquidität steigt

Das Stablecoin Supply Ratio (SSR) steigt, was bedeutet, dass mehr Stablecoin-Liquidität im Verhältnis zum Marktwert von Bitcoin vorhanden ist. Während dies letztlich eine Erholung unterstützen könnte, wenn Käufer einsteigen, zeigt der unmittelbare Effekt, dass Kapital an der Seitenlinie steht, anstatt in BTC zu fließen.

Wo wir uns im Zyklus befinden

Historische Bitcoin-Zyklustiefs nach Halbierungsereignissen bildeten sich nach 889 Tagen (2016) und 925 Tagen (2020). Der aktuelle Zyklus liegt bei 768 Tagen nach dem Halving – noch ein gutes Stück von diesen früheren Tiefständen entfernt. Das garantiert keine weiteren Abwärtsbewegungen, ordnet die aktuelle Kursentwicklung jedoch in einen längerfristigen Kontext ein, der beobachtenswert ist.

Der nächste echte Test ist, ob Bitcoin die Marke von 70.000 US-Dollar halten kann. Wenn der Verkaufsdruck aus Derivaten und institutionellen Abflüssen anhält, könnte dieses Niveau früher als erwartet in den Fokus rücken.