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Swan Bitcoin verklagt wegen angeblicher Abhebung von 1 Milliarde Dollar von Prime Trust vor der Insolvenz

Swan Bitcoin verklagt wegen angeblicher Abhebung von 1 Milliarde Dollar von Prime Trust vor der Insolvenz

Swan Bitcoin sieht sich einer Klage gegenüber, die dem Krypto-Finanzdienstleistungsunternehmen vorwirft, kurz vor der Insolvenz des angeschlagenen Verwahrers Prime Trust im Jahr 2023 fast 1 Milliarde Dollar in Bitcoin und Bargeld abgezogen zu haben – unter Ausnutzung von Insider-Zugriffen. Die diese Woche eingereichte Klage behauptet, Swan habe seine Position bei Prime Trust ausgenutzt, um die Gelder vor anderen Gläubigern abzuziehen und so ein massives Loch in die Insolvenzmasse zu reißen.

Der mutmaßliche Insider-Deal

Die von GFdaily erhaltene Klage wirft Swan Bitcoin vor, seine engen Beziehungen zu Prime Trust genutzt zu haben, um die Transfers durchzuführen. Die Summe von 1 Milliarde Dollar umfasst sowohl Bitcoin als auch Bargeld. Swan war ein wichtiger Kunde von Prime Trust, der als Verwahrer für digitale Vermögenswerte fungierte. Der Zeitpunkt ist der Kern des Falles: Die Transfers erfolgten unmittelbar vor dem Zusammenbruch von Prime Trust, der 2023 einen Schock durch die Branche jagte.

Der Insolvenzantrag von Prime Trust Ende 2023 offenbarte einen Fehlbetrag bei den Kundengeldern. Die neue Klage deutet darauf hin, dass die Abhebungen von Swan diesen Fehlbetrag möglicherweise vergrößert haben – zum Nachteil anderer Nutzer und Gläubiger.

Was auf dem Spiel steht

Sollten sich die Vorwürfe vor Gericht bestätigen, könnte Swan zur Rückgabe von fast einer Milliarde Dollar an Vermögenswerten verpflichtet werden. Der Fall wirft auch neue Fragen darüber auf, wie Verwahrer und ihre Kunden interagieren, wenn ein Unternehmen kurz vor dem Scheitern steht. Insider-Zugriff – und die Möglichkeit, sich in der Warteschlange vorzudrängeln – ist ein wiederkehrender Albtraum in der Krypto-Branche, wo Insolvenzverfahren sich zu jahrelangen Rechtsstreitigkeiten entwickeln.

Für die anderen Gläubiger von Prime Trust bietet die Klage einen möglichen Weg zur Rückgewinnung. Die Insolvenzmasse hat versucht, Gelder von verschiedenen Parteien zurückzufordern. Diese Klage liefert ihnen im Grunde ein konkretes Ziel.

Swan's Seite

Swan Bitcoin hat noch keine formelle Stellungnahme vor Gericht eingereicht. Das Unternehmen hat sich zuvor als sichere und transparente Plattform für den Bitcoin-Aufbau vermarktet. Dieses Image könnte unabhängig vom Ausgang Schaden nehmen. Die Klage befindet sich noch in einem frühen Stadium, ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest.

Weder Swan noch die Insolvenzverwalter von Prime Trust haben bis Redaktionsschluss auf Anfragen reagiert.

Was als Nächstes passiert

Das Gericht wird voraussichtlich in den kommenden Wochen eine vorläufige Anhörung ansetzen. Die Beweisaufnahme – falls es dazu kommt – wäre angesichts der beteiligten Geldsummen und der technischen Natur der Transfers ein Monster. Vorerst beobachtet die Krypto-Welt, ob dieser Fall zu einer weiteren Warnung vor den Gefahren des Verwahrrisikos und allzu engen Beziehungen zwischen Dienstleistern wird.