Der Index für den Wohnungsmarkt der National Association of Home Builders ist im Juli auf 34 gefallen – das 15. Mal in Folge, dass er unter 40 liegt. Hohe Hypothekenzinsen und steigende Baukosten halten potenzielle Käufer zurück und setzen die Bauunternehmen unter Druck.
Die Last der hohen Kreditkosten
Die Hypothekenzinsen blieben im gesamten Jahr 2024 hartnäckig hoch und haben die Finanzierung eines Eigenheims für viele Haushalte unerschwinglich gemacht. Der durchschnittliche Zinssatz für eine 30-jährige Festhypothek lag laut Freddie Mac, auf die sich der NAHB-Bericht stützt, in weiten Teilen des Jahres über 7 %. Das hat die Nachfrage nach Neubauten gedämpft, sodass die Bauunternehmen weniger Aufträge und längere Lagerzeiten verzeichnen.
Steigende Kosten verschärfen die Probleme der Bauunternehmen
Die Bauunternehmen kämpfen zudem mit höheren Preisen für Holz, Arbeit und Grundstücke. Der NAHB-Umfrage zufolge sind die Kosten für Baumaterialien im vergangenen Jahr stark gestiegen und haben die Gewinnspannen geschmälert. Besonders kleinere Bauunternehmen haben Schwierigkeiten, diese Erhöhungen aufzufangen, was einige dazu veranlasst hat, Projekte zurückzufahren oder zu verschieben. Die Kombination aus schwacher Nachfrage und höheren Inputkosten hat den Index auf seinen niedrigsten Stand seit der letzten Rezession gedrückt.
Eine anhaltende Flaute
Der Index liegt nun seit 15 Monaten unter 40 – eine Serie, die seit dem Abschwung am Wohnungsmarkt Ende der 2000er Jahre nicht mehr zu beobachten war. Ein Wert unter 50 signalisiert, dass mehr Bauunternehmen die Lage als schlecht denn als gut bewerten. Die anhaltende Schwäche deutet darauf hin, dass sich der Wohnungsmarkt in einer längerfristigen Anpassungsphase befindet, ohne dass eine unmittelbare Trendwende in Sicht ist.
Die Bauunternehmen beobachten die nächsten Schritte der US-Notenbank Fed in Bezug auf die Zinssätze und hoffen auf eine Wende, die die Nachfrage wiederbeleben könnte. Doch bis die Kreditkosten sinken und die Materialpreise stabil bleiben, dürfte der Index gedrückt bleiben. Der nächste NAHB-Bericht im August wird zeigen, ob die Sommermonate eine Entlastung gebracht haben.




