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Strategy kündigt Rückkauf von wandelbaren Anleihen im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar an – könnte Bitcoin-Bestände nutzen

Strategy kündigt Rückkauf von wandelbaren Anleihen im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar an – könnte Bitcoin-Bestände nutzen

Strategy hat sich am 15. Mai darauf geeinigt, wandelbare Anleihen mit einem Nennwert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar (Fälligkeit 2029) für schätzungsweise 1,38 Milliarden US-Dollar in bar zurückzukaufen. Das Unternehmen gibt an, den Deal möglicherweise aus Barreserven, Erlösen aus Aktienemissionen über das Marktplatzprogramm (ATM) oder durch Bitcoin-Verkäufe zu finanzieren. Es ist das erste Mal, dass die Firma eine kurzfristige Schuldentilgung explizit mit ihrem massiven BTC-Bestand verknüpft.

Die Details des Deals

Strategy erwartet, die zurückgekauften Anleihen zu stornieren, sodass von den 2029er Anleihen noch etwa 1,5 Milliarden US-Dollar ausstehen. Der Rückkaufpreis beträgt rund 1,38 Milliarden US-Dollar – ein Abschlag zum Nennwert, der dem Unternehmen etwa 120 Millionen US-Dollar an künftigen Tilgungszahlungen erspart. Der Schritt reduziert die Gesamtverschuldung, während die wandelbare Struktur für die verbleibenden Anleihen erhalten bleibt.

Warum Bitcoin-Verkäufe auf dem Tisch liegen

Strategys aktuellster 10-Q-Bericht besagt bereits, dass das Unternehmen Bitcoin verkaufen darf, um Liquiditätsbedarf zu decken – selbst wenn andere Finanzierungsquellen verfügbar sind. Die 8-K-Einreichung bringt diese Formulierung jedoch erstmals mit einer konkreten Schuldverpflichtung in Verbindung. Eine vollständige Finanzierung des Rückkaufs durch Bitcoin-Verkäufe würde etwa 17.448 BTC erfordern – das sind 2,1 % von Strategys 818.869 BTC-Beständen. Dies entspricht zudem rund 3,5 % des 24-Stunden-Handelsvolumens von Bitcoin bei aktuellen Kursen nahe 79.000 US-Dollar.

Der größere Schuldenkalender

Dieser Rückkauf ist nur ein Teil einer deutlich größeren Fälligkeitswelle. Die wandelbaren Anleihen von Strategy haben Put-Optionstermine, die über die nächsten drei Jahre verteilt sind: 15. September 2027 (1,01 Milliarden US-Dollar), 1. März 2028 (2 Milliarden US-Dollar), 1. Juni 2028 (1,5 Milliarden US-Dollar), 15. September 2028 (1,4 Milliarden US-Dollar) und 15. Juni 2029 (800 Millionen US-Dollar). Das gesamte künftige Put-Risiko bis Juni 2029 beträgt rund 6,71 Milliarden US-Dollar – umgerechnet etwa 84.900 BTC. Sollte Bitcoin fallen und die Anleihegläubiger ihre Put-Rechte in einem schwachen Markt ausüben, könnte der Schuldenkalender zu einem echten Stresstest werden, der den Verkauf von bis zu 10,4 % der Bestände erfordert.

Was Strategy im Werkzeugkasten hat

Das Unternehmen ist nicht in der Enge. Es verfügte zum 26. April über Dollarreserven von rund 2,25 Milliarden US-Dollar. Zudem stehen ATM-Aktienemissionen und Refinanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Der 10-Q-Bericht selbst warnt jedoch, dass die Marktwahrnehmung von Bitcoin-Verkäufen präventive Preisbewegungen auslösen und die Fähigkeit des Unternehmens beeinträchtigen könnte, BTC für Liquidität zu nutzen. Der Zeitpunkt ist entscheidend – der Rückkauf könnte in den kommenden Tagen abgeschlossen werden, und Strategy muss entscheiden, ob es auf seinen Bitcoin-Bestand zurückgreift oder stattdessen Bargeld und Eigenkapital verwendet. Der nächste große Test kommt im September 2027, wenn die Anleihegläubiger ihre erste Put-Option erhalten.