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Bitcoin Fund Flow Ratio erreicht seltenes Tief – historisch ein Vorbote für eine Erholung

Bitcoin Fund Flow Ratio erreicht seltenes Tief – historisch ein Vorbote für eine Erholung

Die Bitcoin Fund Flow Ratio auf Binance ist auf einen Wert zwischen 0,010 und 0,012 gefallen – ein Niveau, das seit 2018 nur fünfmal erreicht wurde. Jedes dieser Ereignisse kündigte eine deutliche Erholung an. Doch die aktuelle Situation ist alles andere als klar: Bitcoin fiel in den letzten 24 Stunden um 3,5 % auf 74.750 $, wobei in der vergangenen Woche rund 1,4 Milliarden $ aus US-Spot-Bitcoin-ETFs abgeflossen sind.

Was die Fund Flow Ratio misst

Die Bitcoin Fund Flow Ratio verfolgt, wie viel Bitcoin-Aktivität auf den Börsen im Vergleich zum gesamten Netzwerk stattfindet. Ein niedriger Wert bedeutet, dass weniger Coins an die Börsen bewegt werden, was typischerweise auf einen geringeren Verkaufsdruck hindeutet. Wenn Coins außerhalb der Börsen bleiben, sind die Inhaber nicht in Eile, sie abzustoßen – ein Zustand, der historisch mit Markttiefs einherging.

Geschichte der niedrigen Ratio-Phasen

Die Kennzahl hat seit 2018 nur fünfmal diesen Bereich erreicht. Jedes Mal vollzog Bitcoin später eine scharfe Aufwärtsbewegung. Phasen mit geringem Interesse fielen mit Tiefs um 3.000 $ im Jahr 2018, 9.000 $ im Jahr 2020 und 25.000 $ im Jahr 2023 zusammen. Der aktuelle Wert deutet auf die Voraussetzungen für eine weitere mögliche Umkehr hin, aber das makroökonomische Umfeld ist diesmal anders.

Der makroökonomische Gegenpol

Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen ist über 5 % gestiegen, wodurch festverzinsliche Anlagen im Vergleich zu nicht renditeträchtigen Anlagen wie Bitcoin attraktiver werden. Diese Verschiebung zieht Kapital aus dem Kryptobereich ab. Die ETF-Abflüsse in Höhe von 1,4 Milliarden $ in der vergangenen Woche spiegeln denselben Trend wider – institutionelles Geld wandert in sicherere Renditen.

Was Analysten beobachten

Analyst MorenoDV beschrieb die aktuelle Situation als „Entscheidungszone“, in der Bitcoin schwach bleiben könnte, wenn die Nachfrage gering bleibt, oder in der Verkaufserschöpfung die Grundlage für eine Erholung legen könnte. Rand Group auf X argumentierte, dass einige der explosivsten Bewegungen von Bitcoin in Zeiträumen stattfanden, in denen fast niemand aufmerksam war, und verwies auf den Sell-Side-Risk-Ratio-Chart. Makro-Analyst Brian Truong erklärte, dass geringe Aufmerksamkeit in Kombination mit nachlassendem Verkaufsdruck historisch Bedingungen für plötzliche Umkehrungen geschaffen habe. Das Gesamtbild ist wichtiger als die tägliche Kursentwicklung, angesichts der Kombination aus geringem Börsenzufluss und reduziertem Marktrauschen.

Die Frage ist nun, ob die Nachfrage wieder anzieht, bevor die makroökonomischen Gegenwinde weiter zunehmen. Bei hohen Staatsanleiherenditen und sich beschleunigenden ETF-Abflüssen reicht das On-Chain-Signal allein möglicherweise nicht aus – historisch gesehen war es jedoch ein zuverlässiger Ausgangspunkt.