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BitMEX-Analyst prognostiziert Bitcoin-Superzyklus aufgrund steigender Anleiherenditen und nicht nachhaltiger Verschuldung

BitMEX-Analyst prognostiziert Bitcoin-Superzyklus aufgrund steigender Anleiherenditen und nicht nachhaltiger Verschuldung

Ein BitMEX-Analyst macht sich für einen Bitcoin-Superzyklus stark und argumentiert, dass steigende Anleiherenditen und nicht nachhaltige Staatsverschuldungsniveaus eine lang anhaltende Rallye befeuern könnten. Die Prognose kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin um die 77.000 US-Dollar schwebt – ein Preis, der sich in den jüngsten makroökonomischen Turbulenzen stabil gehalten hat.

Das Superzyklus-Argument

In einem diese Woche veröffentlichten Bericht wies der Analyst auf eine bekannte Spannung hin: Zentralbanken stecken zwischen der Bekämpfung der Inflation und der Bewältigung der Schuldenlasten fest. Wenn die Anleiherenditen steigen, erhöht dies die Kosten für den Schuldendienst. Diese Dynamik, so der Analyst, könnte mehr Kapital in harte Vermögenswerte treiben – allen voran Bitcoin.

Der Begriff „Superzyklus“ impliziert einen mehrjährigen Aufwärtstrend, keinen schnellen Anstieg. Der Analyst sieht das aktuelle makroökonomische Umfeld – hartnäckig hohe Staatskredite gepaart mit Renditespitzen – als strukturellen Rückenwind, nicht als vorübergehendes Phänomen.

Warum Anleiherenditen wichtig sind

Steigende Anleiherenditen schaden in der Regel risikoreichen Vermögenswerten, indem sie die Renditen von festverzinslichen Anlagen attraktiver machen. Der Analyst deutet jedoch an, dass der Effekt kippt, wenn die Renditen aus Angst vor Schuldentragfähigkeit steigen – nicht aus wirtschaftlicher Stärke. Anleger beginnen dann, nach Wertspeichern außerhalb des Staatssystems zu suchen.

Das begrenzte Angebot und die dezentrale Natur von Bitcoin machen ihn zu einem natürlichen Kandidaten. Die Sichtweise des Analysten ist, dass es hier nicht um Inflationsabsicherung im herkömmlichen Sinne geht, sondern um einen Vertrauensverlust in die Fähigkeit von Regierungen, ihre Bilanzen zu verwalten.

Bitcoin bei 77.000 US-Dollar

Die Prognose kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin sich in einer Spanne um die 77.000 US-Dollar bewegt hat – einem Niveau, das in den letzten Wochen sowohl als Unterstützung als auch als Widerstand gedient hat. Die Superzyklus-These würde, falls sie zutrifft, bedeuten, dass die aktuellen Preise einen Rabatt im Vergleich zu dem darstellen, wohin der Vermögenswert in den nächsten Jahren steuert.

Nicht jeder stimmt dem zu. Einige Händler argumentieren, dass Bitcoin immer noch wie ein risikoreicher Vermögenswert handelt und eher mit Aktien als mit Gold korreliert. Der Bericht des BitMEX-Analysten bietet jedoch eine konträre Perspektive, die das Schicksal von Bitcoin direkt mit der Gesundheit – oder Fragilität – der Staatsanleihemärkte verknüpft.