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Goldkäufe steigen sprunghaft an, während Öl nach US-Iran-Friedensabkommen einbricht

Goldkäufe steigen sprunghaft an, während Öl nach US-Iran-Friedensabkommen einbricht

Gold-Futures verzeichneten im neuesten Commitments of Traders-Bericht eine Welle von Käufen, während Silber hinterherhinkte – und ein plötzlicher Ölpreisverfall nach einem Friedensabkommen zwischen den USA und Iran die Metalllandschaft neu gestaltet. Die COT-Daten für die Woche bis zum 9. Juni zeigen, dass die nicht-kommerziellen Gold-Long-Positionen um 1.888 Kontrakte zunahmen, die kommerziellen Long-Positionen um 5.135 stiegen und das gesamte offene Interesse um 6.657 kletterte. Silber hingegen verzeichnete einen Rückgang der nicht-kommerziellen Long-Positionen um 1.446 Kontrakte, während das offene Interesse nur um 631 stieg – ein Zehntel der Goldbewegung.

Warum der Ölcrash für Gold wichtig ist

Am 14. Juni fiel Öl auf ein Zweimonatstief von 80 Dollar pro Barrel, nachdem die USA und Iran ein Friedensabkommen geschlossen hatten. Das ist eine entscheidende Verschiebung, denn in den letzten 30 Tagen hatten Gold und Rohöl eine negative Korrelation von -0,34 – das bedeutet, dass Gold tendenziell steigt, wenn Öl fällt. Die Korrelation von Silber mit Öl ist mit -0,15 schwächer. Die inverse Beziehung verleiht Gold Rückenwind, während die Energiepreise sinken, insbesondere da das Friedensabkommen eine wesentliche geopolitische Risikoprämie von den Ölmärkten genommen hat.

Silbers gemischte Signale

Die COT-Daten für Silber erzählen eine ruhigere Geschichte. Die nicht-kommerziellen Long-Positionen gingen um 1.446 Kontrakte zurück, und das gesamte offene Interesse stieg nur um 631. Das ist ein Bruchteil des Anstiegs von 6.657 Kontrakten bei Gold. Dennoch liegt das Gold-Silber-Verhältnis nahe 61,7, ein Anstieg gegenüber den jüngsten Tiefstständen, was darauf hindeutet, dass Silber im Vergleich zu Gold möglicherweise unterbewertet ist. Aber vorerst steigen die Händler nicht ein – die Terminmarktpositionierung von Silber ist flach.

Optionsaktivität: Gold-Hedges, Silber-Calls

Optionsdaten fügen eine weitere Ebene hinzu. Beim Gold-ETF stieg das Put-Call-Volumenverhältnis seit dem 2. Juni von 0,73 auf 0,78, und das Open-Interest-Verhältnis stieg von 0,56 auf 0,58. Das sieht auf den ersten Blick bärisch aus, aber Analysten betrachten den Anstieg der Puts als Absicherung eines erfolgreichen Trades – nicht als Wette gegen Gold. Die starken Futures-Käufe untermauern dies. Beim Silber-ETF SLV fiel das Put-Call-Volumenverhältnis tatsächlich von 0,44 auf 0,40, und das Open-Interest-Verhältnis blieb nahe 0,53. Diese leichte Neigung zu Calls liegt auf einer flachen Terminmarktpositionierung und deutet auf ein leichtes spekulatives Interesse hin, nicht auf eine überzeugte Bewegung.

Worauf Anleger jetzt achten

Bei Öl bei 80 Dollar und dem frischen US-Iran-Abkommen wird der nächste COT-Bericht zeigen, ob sich der Goldkauf-Trend fortsetzt oder abschwächt. Silbers nächster Schritt hängt wahrscheinlich davon ab, ob Gold seine Gewinne halten kann – die beiden Metalle haben in den letzten 30 Tagen eine Korrelation von 0,82. Wenn Gold weiter steigt, könnte Silber aufholen. Derzeit deuten die Daten auf eine vorsichtige Absicherung bei Gold und eine abwartende Haltung bei Silber hin.