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Singapurs zweite Betrugsbekämpfungsaktion verhindert Kryptoverluste in Höhe von 4,2 Millionen US-Dollar

Singapurs zweite Betrugsbekämpfungsaktion verhindert Kryptoverluste in Höhe von 4,2 Millionen US-Dollar

Die singapurische Polizei hat am 31. Mai eine zweite Betrugsbekämpfungsaktion abgeschlossen, bei der potenzielle Kryptoverluste von mehr als 4,2 Millionen US-Dollar verhindert wurden. Der sechswöchige Einsatz, der vom 16. April bis zum 31. Mai lief, umfasste sieben Börsen — Coinbase, Coinhako, Gemini, Independent Reserve, OKX, StraitsX und Upbit — sowie die Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis und TRM Labs. Zusammen mit einer ersten Aktion, die zwischen dem 16. März und dem 15. April 2,86 Millionen US-Dollar blockierte, übersteigen die seit Mitte März verhinderten Verluste nun 7 Millionen US-Dollar.

Wie die Behörden Opfer erreichten, bevor sie Überweisungen tätigten

Ermittler führten mehr als 145 gezielte Interventionen durch — entweder telefonisch oder persönlich —, um potenzielle Opfer vor weiteren Überweisungen zu warnen. Die Börsen übermittelten Kundeninformationen, die es der Polizei ermöglichten, Personen zu identifizieren, die bereits verdächtige Überweisungen getätigt hatten. Die Singapore Police Force veröffentlichte die Ergebnisse am 2. Juni.

Der Ablauf ist einfach: Wenn eine Börse eine verdächtige Wallet meldet, verfolgt Chainalysis oder TRM Labs die Bewegung. Wenn die Spur auf ein in Singapur registriertes Konto führt, erhalten die Behörden die Kundendaten und setzen sich mit den Betroffenen in Verbindung. Das Ziel ist es, den Betrug zu unterbrechen, bevor weitere Gelder abfließen.

Erweiterter Strafverfolgungseinsatz nimmt Form an

Die Betrugsbekämpfungsaktionen sind Teil einer umfassenderen Strafverfolgung von kryptobezogenen Straftaten. Im Mai kündigte Singapur eine eigens eingerichtete Cyber Command-Einheit an, die im Juli ihre Arbeit aufnehmen soll. Sie wird Cyberkriminalitäts-Ermittlungen und die Verfolgung kryptobezogener Straftaten übernehmen.

Unabhängig davon klagte die Staatsanwaltschaft Zhu Juntao, den ehemaligen CEO des zusammengebrochenen Kryptokreditgebers Hodlnaut, wegen angeblicher falscher Angaben im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Terra-Ökosystems im Jahr 2022 an. Der Fall steht nicht direkt in Verbindung mit den Betrugsbekämpfungsaktionen, unterstreicht aber die Botschaft, dass Singapur sowohl Betrugsfälle auf der Straßenebene als auch Fehlverhalten von Führungskräften verfolgt.

Der Zeitpunkt ist für Betrüger ungünstig — die Cyber Command-Einheit startet nächsten Monat, und Börsen sind mittlerweile daran gewöhnt, Daten schnell bereitzustellen. Ob das Tempo der Interventionen mit neuen Betrugstaktiken Schritt halten kann, bleibt abzuwarten. Bislang verfügt die Polizei jedoch über einen Handlungsleitfaden, der bereits Opfern über 7 Millionen US-Dollar gerettet hat.