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CFTC erlässt No-Action-Bescheid für Coinbase und genehmigt Kalshi für Perpetual Futures

CFTC erlässt No-Action-Bescheid für Coinbase und genehmigt Kalshi für Perpetual Futures

Die Commodity Futures Trading Commission hat diese Woche Mitteilungen herausgegeben, die Plattformen betreffen, die Kryptowährungs-Perpetual-Futures-Kontrakte anbieten möchten. Sie gewährte Coinbase einen No-Action-Bescheid und genehmigte den Vorschlag von Kalshi. Die beiden Maßnahmen signalisieren einen klareren regulatorischen Weg für Krypto-Derivate – jedoch nur für Unternehmen, die frühzeitig mit der Behörde zusammenarbeiten.

Was die CFTC tat

Die Mitteilungen vom 28. Mai markieren das erste Mal, dass die CFTC explizite Bedingungen für an digitale Vermögenswerte gebundene Perpetual Futures festgelegt hat. Perpetual Futures – Kontrakte ohne Verfallsdatum – sind zu einem festen Bestandteil außerbörslicher Handelsplätze geworden, blieben jedoch für US-regulierte Unternehmen in einer Grauzone. Der No-Action-Bescheid der Behörde für Coinbase bedeutet, dass die Börse keinen Durchsetzungsmaßnahmen ausgesetzt ist, sofern sie bestimmte Bedingungen erfüllt, während die Genehmigung für Kalshi grünes Licht für dessen vorgeschlagene Kontraktstruktur gibt.

Warum Coinbase den No-Action-Weg wählte

Coinbase beantragte einen No-Action-Bescheid anstatt einer formellen Genehmigung – eine Strategie, die der Börse mehr Tempo ermöglicht. Zu den Auflagen der CFTC gehören Positionslimits, Margin-Anforderungen und Echtzeitberichterstattung. Die Börse hat noch keinen Starttermin bekannt gegeben, doch Quellen zufolge könnte sie Perpetual Futures innerhalb weniger Wochen listen. Der Schritt bringt Coinbase in direkte Konkurrenz zu außerbörslichen Handelsplätzen, die das Produkt bisher dominiert haben.

Kalshis anderer Weg

Kalshi, eine regulierte Börse für Ereigniskontrakte, erhielt die vollständige Genehmigung für sein Perpetual-Futures-Produkt. Das bedeutet, dass es die Kontrakte ohne die Auflagen listen und handeln kann, denen Coinbase unterliegt. Kalshi plant, Kontrakte auf Bitcoin und Ether anzubieten, mit Abrechnung in USDC. Die Genehmigung der CFTC erfolgte nach monatelangem Hin und Her über die Klassifizierung der Kontrakte nach dem Commodity Exchange Act.

Die beiden Maßnahmen schaffen praktisch einen Bauplan für andere Unternehmen. Jede Börse, die Krypto-Perpetual-Futures anbieten möchte, weiß nun, dass die CFTC gesprächsbereit ist – aber detaillierte Compliance-Pläne erwartet. Der Ansatz der Behörde folgt einem Muster: No-Action-Bescheide für Vorreiter wie Coinbase, vollständige Genehmigungen für kleinere, agilere Unternehmen wie Kalshi. Ob größere Börsen wie Kraken oder Binance.US nachziehen, bleibt eine offene Frage. Keine von beiden hat öffentlich ähnliche Anträge eingereicht.

Die CFTC hat eine öffentliche Kommentierungsfrist bis zum 15. Juli für künftige Anträge festgelegt. Diese Frist gibt der Branche ein konkretes Zeitfenster für Stellungnahmen – und ein klares Signal, dass der Regulierer nicht länger warten wird.