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Bitgo-CEO: EU-MiCA-Stablecoin-Regeln importieren Risiken des Fiat-Bankensystems in Krypto

Bitgo-CEO: EU-MiCA-Stablecoin-Regeln importieren Risiken des Fiat-Bankensystems in Krypto

Bitgo-CEO Mike Belshe warnt davor, dass die Markets in Crypto Assets-Verordnung der Europäischen Union Stablecoins eher schaden als nützen könnte. Seine Behauptung: Indem MiCA die Emittenten zwingt, Reserven bei teilreservebasierten Banken zu halten, importiert sie genau jene Risiken des Fiat-Systems, die Krypto eigentlich umgehen sollte.

Reserven bei Teilreservebanken

Gemäß MiCA müssen Stablecoin-Emittenten einen erheblichen Teil ihrer Reserven als Bareinlagen bei Geschäftsbanken halten. Diese Banken arbeiten nach dem Teilreserve-Modell – sie verleihen den Großteil der eingezahlten Gelder weiter. Belshe argumentiert, dass dies die Stabilität von Stablecoins direkt an die Gesundheit des Bankensystems koppelt. Wenn eine Bank einen Run erlebt oder ausfällt, könnte die Besicherung des Stablecoins gefährdet sein. Das ist eine Schwachstelle, die der Rahmen seiner Meinung nach hätte vermeiden sollen.

Systemisches Risiko für Stablecoins

Belshe behauptet, MiCA gefährde das gesamte Stablecoin-Ökosystem. Statt Krypto von den Schwachstellen des Fiat-Systems zu isolieren, setzt die Regulierung es diesen aus. Stablecoins, die eigentlich einen digitalen Wertspeicher unabhängig von traditionellen Finanzen bieten sollen, wären stattdessen an dieselben systemischen Risiken gebunden, die das gesamte Finanzsystem betreffen. Die Kritik des Bitgo-CEOs trägt zu einer wachsenden Debatte darüber bei, wie weit Regulierungsbehörden gehen sollten, um Krypto mit konventioneller Bankeninfrastruktur zu verknüpfen.

Die Aussagen unterstreichen eine zentrale Spannung im Bestreben, digitale Vermögenswerte zu regulieren. MiCA zielt darauf ab, Stabilität und Verbraucherschutz zu gewährleisten, doch Belshes Kritik deutet darauf hin, dass das Heilmittel eigene Risiken mit sich bringen könnte. Ob die Regulierungsbehörden die Reserveanforderungen anpassen werden, bleibt eine offene Frage.