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US-Bundesschulden erreichen 37,6 Billionen US-Dollar, jährliche Zinszahlungen überschreiten 1,2 Billionen US-Dollar

US-Bundesschulden erreichen 37,6 Billionen US-Dollar, jährliche Zinszahlungen überschreiten 1,2 Billionen US-Dollar

Die Schuldenlast der Bundesregierung überschritt im September 2025 die Marke von 37,6 Billionen US-Dollar, und die Kosten für den Schuldendienst steigen rasant. Die jährlichen Zinszahlungen für die Schulden erreichten im Haushaltsjahr 2025 1,2 Billionen US-Dollar – eine Summe, die nun höher liegt als die Ausgaben der Regierung für Medicare oder die nationale Verteidigung.

Die Kosten der Kreditaufnahme

Das Congressional Budget Office prognostiziert, dass die jährlichen Defizite für das nächste Jahrzehnt über 2 Billionen US-Dollar bleiben werden, was bedeutet, dass die Schulden weiter wachsen. Um diesen Finanzierungsbedarf zu decken, emittierte das Treasury im Haushaltsjahr 2025 Wertpapiere im Volumen von 30,2 Billionen US-Dollar – eine Summe, die 36 % der gesamten US-Wirtschaft entspricht. Dieser hohe Emissionsumfang auf dem Markt hat einen Preis.

Zinszahlungen steigen seit Jahren, doch der Sprung auf 1,2 Billionen US-Dollar markiert einen neuen Meilenstein. Vor zehn Jahren beliefen sich die Schuldendienstzahlungen der Regierung auf weniger als die Hälfte dieser Summe. Der Anstieg spiegelt sowohl höhere Schuldenstände als auch die Tatsache wider, dass ein Großteil der ausstehenden Papiere nach Beginn der Straffung durch die Fed im Jahr 2022 zu höheren Zinssätzen refinanziert wurde.

Ein Rätsel des Anleihemarkts

Eine merkwürdige Beobachtung: Die Federal Reserve senkte ihren Leitzins Ende 2024 um einen vollen Prozentpunkt, doch die Rendite der 10-jährigen Treasury-Anleihen gab kaum nach. Bis September 2025 lag die Rendite der Referenzanleihe nahezu genau dort, wo sie ein Jahr zuvor war, trotz dieser Zinssenkung um 100 Basispunkte. Händler gehen normalerweise davon aus, dass langfristige Renditen sinken, wenn die Fed die Zinsen senkt, doch diesmal ist das nicht der Fall.

Die Diskrepanz wirkt sich auch auf die Hypothekenzinsen aus. Trotz des expansive Geldpolitikzyklus der Fed in 2024–2025 bewegen sich die Zinssätze für 30-jährige Festhypotheken weiterhin zwischen 6,8 % und 7,1 %. Die Differenz zwischen diesen Hypothekenzinssätzen und der Rendite der 10-jährigen Treasury-Anleihe verbreiterte sich 2023–2024 auf volle drei Prozentpunkte – ein Zeichen dafür, dass Kreditgeber und Anleger mehr Risikoprämie fordern – nicht weniger.

Refinanzierung einer 9-Billionen-US-Dollar-Schuldenwand

Ein Teil des Drucks resultiert aus dem schieren Volumen der Schulden, die refinanziert werden müssen. Im Haushaltsjahr 2025 liefen Treasury-Wertpapiere im Volumen von 9,1 Billionen US-Dollar aus und mussten refinanziert werden. Das entspricht etwa einem Viertel des gesamten handelbaren Schuldenbestands, der innerhalb eines Jahres umgeschichtet wird. Jede neue Emission bindet die derzeitigen, trotz der Zinssenkungen der Fed nach wie vor historisch hohen Renditen.

Die Kombination aus anhaltenden Defiziten, hohen Refinanzierungsbedarfen und einem Anleihemarkt, der trotz Zinssenkungen nicht reagiert, wirft eine schwierige Frage auf: Werden langfristige Zinsen durch andere Faktoren bestimmt als die Fed-Politik? Viele Marktteilnehmer sehen die zunehmende Versorgung mit Treasury-Wertpapieren als einen Faktor. Wenn die Regierung in diesem Umfang Kredite aufnimmt, muss jemand die Papiere kaufen, und der Preis – also die Rendite – passt sich entsprechend an.

Was kommt als Nächstes

Das Treasury wird seinen nächsten vierteljährlichen Refinanzierungsplan Ende Oktober veröffentlichen, der detailliert darlegt, wie viel Schulden es in den kommenden Monaten versteigern plant. Sollte das Emissionsvolumen hoch bleiben, könnte der Druck auf die Renditen anhalten, was die Kreditkosten sowohl für die Regierung als auch für private Kreditnehmer hoch bleiben lässt. Die Defizitprognosen des CBO deuten darauf hin, dass die Rechnung von hier aus nicht einfacher wird.